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18. Ausgabe
Sonn(en)tag
Ausgabe, 29. Juni 2025
Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser,
als besonderes „Schmankerl“ biete ich Ihnen heute deutschsprachige Immobilienmakler in Texas an. Mögen Sie, so Sie denn wollen, Ihr Forever-Home finden. Das ist ja schon etwas sehr Deutsches, ein Forever-Home, oder gar ein Elternhaus. Für Elternhaus gibt es keine Übersetzung, weil es so etwas hier einfach nicht gibt. Das Porträt der Woche hat auch mit „Reisen“ und „Ankommen“ zu tun. Und einen Kurztripp zur USS Lexington in Corpus Christi kann ich Ihnen wärmsten empfehlen.
Herzlichst
Ursula Weyermann
[email protected]
Jahrestag
29. Juni 258
Das Hochfest „Peter und Paul“ erinnert nicht an den Todestag der beiden Apostel, der im Dunkeln liegt. Am 29. Juni 258 werden die Reliquien von Petrus und Paulus aus ihren Gräbern in die gemeinsame Grablege der Katakomben an der Via Appia überführt. Das Fest wird im römischen Kalender erstmals im Jahr 354 erwähnt. Heute ist der Tag, an dem die katholische Kirche traditionell die neuen Priester weiht.
Zur biblischen Geschichte von Petrus und Paulus: Simon und sein Bruder Andreas werden gemeinsam von Jesus in den Jüngerkreis berufen. Sie stammen aus Betsaida in Galiläa, Simon ist verheiratet und Fischer von Beruf. Jesus gibt ihm den Namen „Kephas“, der Fels, woraus im griechischen Neuen Testament „Petros“ wird. In allen Apostelverzeichnissen wird Petrus als erster genannt. Nach dem Tod Jesu übernimmt er die Führung der Gemeinde in Jerusalem. Sein Aufenthalt in Rom als auch sein Tod unter Kaiser Nero, wohl 67 n. Chr., gelten als historisch gesichert.
Paulus heißt eigentlich Saulus. Er ist Sohn jüdischer Eltern aus Tarsus in Kleinasien mit römischem Bürgerrecht. Der Zeltmacher gilt als überzeugter Christenverfolger der ersten Stunde. Die Bibel erzählt von der Steinigung des Stephanus, an der Saulus beteiligt war. Eine Begegnung mit dem auferstandenen Christus bei Damaskus verändert sein Leben von Grund auf. Aus Saulus wird ein Christ, ein Apostel und Missionar. Aus Saulus wird Paulus. Auf sein Betreiben hin, verlässt die junge Kirche Israel und beginnt mit der Heidenmission. Und so bereist Paulus Syrien, Griechenland, Spanien, Italien. Paulus findet ebenfalls in Rom den Tod unter Kaiser Nero.
Die Reisen der Silvia Dowdy …

Die Dowdys wohnen nah beieinander - Foto: Privat
Mit 21 Jahren ist Silvia Dowdy aus Deutschland weggegangen. Heute ist sie 60 Jahre alt und kann sich nicht mehr vorstellen, in der alten Heimat zu leben. „Ich bin amerikanisiert“, lacht sie. Da Mutter, Bruder, Cousins und Cousinen, Tanten und Onkel noch in Bremerhaven und Umgebung wohnen, reist sie immer mal wieder gerne dorthin. Reisen ist sowieso ein Thema, das in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielt.
Sie ist ein zertifizierter „Independant Travel Advisor“ (ITA) und feiert morgen ihr erstes Anniversary. „Kreuzfahrten, Hotels, Airbnbs, Konzerte, Vergnügungsparks kann man bei mir buchen“, freut sie sich. „Alles, außer Flüge.“ Aber wer ein komplettes Paket bucht, kann auch einen Flug von ihr bekommen.
Es war ein amerikanischer Soldat, der sie von Bremerhaven in die Vereinigten Staaten gebracht hat, und ein weiterer, der sie dort gehalten hat. Und das ist Thomas (Tom) Dowdy, mit dem sie seit 2008 verheiratet ist. Kennengelernt haben sie sich vor 23 Jahren im Kirchenchor der Memorial Baptist Church in Killeen. Gesungen hat sie schon als Kind in Bremerhaven. Getanzt auch. Und sie ist in einer Fahnen-Schwenk-Gruppe gewesen, mit der sie in Aachen den zweiten Platz belegt und auch in Österreich aufgetreten ist. Dadurch sei ihr Interesse am Reisen geweckt worden, ist sie sich sicher. „Kindheit und Jugend hab ich in Deutschland verbracht“, so Silvia Dowdy. „Und meine Adulthood in den Vereinigten Staaten.“ Zum Erwachsenenleben gehören dann auch zahlreiche Reisen, Umzüge und berufliche Veränderungen. Das hat angefangen mit Donuts verkaufen in Kentucky. „Ich hab mir immer eine Referenz erstellen lassen“, sagt sie und sei so bei jeder neuen Duty-Station aufgestiegen. In der nächsten Kaserne hat sie als Kassiererin gearbeitet, hat ersatzweise als Supervisor gearbeitet und ist in diesem Job bestätigt worden. Nach einem Job in einer Bank, ist Anwaltsgehilfin eine weitere Station gewesen. Danach folgte ein Job im Central Texas College, bei C&I Records und bei einer Radio- und Fernseh-Station. Und schließlich hat sie als Assistentin des Assistent Pastors in ihrer Kirchengemeinde gearbeitet. „Und so bin ich immer weiter gekommen. Mit viel Glück und Gottes Segen.“
Stolze Oma
Ihre Mutter hat sie mehrfach in Texas besucht, beim letzten Flug hat es aber einige Komplikationen gegeben. Und nach einem Schlaganfall mit Gehirnblutung hat die 82-Jährige beschlossen, nicht mehr zu fliegen. Also reist Silvia öfter nach Deutschland. Mittlerweile ist sie selbst stolze Oma von Liam und Rose, den Kindern von Sohn Nicholas und Schwiegertochter Emma, die sich in Ford Polk in Louisiana kennengelernt haben. Mittlerweile ist Nicholas in Fort Hood stationiert und wohnt zehn Minuten von ihr entfernt. Ähnlich nah wohnt auch Sohn Christopher, der sich für einen zivilen Beruf entschieden hat.
Silvia's Effortless Travel
(254)338-9499
[email protected]

Reisegelüste? Silvia Dowdy weiß Rat! - Foto: Privat
Silvia mit Mutter, schon ein bisschen her - Foto: Privat
BND: Wie geheim soll ein Geheimdienst sein?
Wie geheim muss ein Geheimdienst heute noch sein? Ist ein bisschen mehr Offenheit manchmal vielleicht besser? Fragen, denen der Bundesnachrichtendienst (BND) zur Zeit nachgeht. Einer der Gründe ist Personalmangel. Und so gibt es über den Instagram-Account dezente Einblicke und Stellenangebote, zu finden auf Insta unter „bndkarriere“. Ansonsten bleibt die eigentliche Arbeit - wie die Beschaffung und Auswertung von Informationen aus Krisen- und Kriegsgebieten, über Terror-Netzwerke, fremde Regierungen und Armeen, den Waffen- und Drogenhandel, Migration und Verbreitung von Massen-Vernichtungswaffen – weiterhin geheim.
Ehemalige Mitarbeiter haben aber schon des öfteren einen Anstoß zu mehr Transparenz gegeben und fordern nun in einem Offenen Brief, „auf globale Gefährdungen und Risikofaktoren hinzuweisen, ohne dabei schutzwürdige außenpolitische Interessen zu berühren“. Als Beispiel nennen sie den Jahresbericht des Verfassungsschutzes. Der BND-Präsident, Bruno Kahl, trägt wöchentlich im Kanzleramt aktuelle Ergebnisse und Erkenntnisse vor.
Offen in anderen Ländern
„Zu operativen Aspekten seiner Arbeit und etwaigen Erkenntnissen äußert sich der BND nur gegenüber der Bundesregierung“, ist die Standart-Antwort des BNDs auf Presse-Anfragen. Andere Geheimdienste sind da wesentlich offener. Zum Beispiel in den USA, wo der mögliche Ursprung des Corona-Virus' präsentiert worden ist. Und auch in Großbritannien geht man erstaunlich offen mit Erkenntnissen des Geheimdienstes um. So twittert das Verteidigungsministerium täglich die Lageeinschätzung zur militärischen Situation in der Ukraine.
Ehemalige BNDler weisen darauf hin, dass Informationen, die früher nur von Geheimdienstlern und Militär beschafft werden konnten, heute in öffentlich verfügbaren Quellen wie „Open Source Intelligence“ (QSINT) in den Sozialen Netzwerken zur Verfügung stehen.
Der noch amtierende Geheimdienstchef Bruno Kahl wird bald von Martin Jäger abgelöst. Das genaue Datum des Amtseintritts Jägers steht noch nicht fest. Man darf gespannt sein, wie der ehemalige Botschafter (Afghanistan, Irak und Ukraine) die Sache mit der Geheimhaltung angehen wird.
General Lees deutscher Büchsenmacher
Engelbert Krauskopf war ein deutsch-amerikanischer Siedler, Büchsenmacher und Naturforscher, der 1846 nach Texas kam und sich in Fredericksburg niederließ. Er wurde am 21. August 1820 in Bendorf, Deutschland, geboren und war ausgebildeter Möbelschreiner. In Texas wurde er allerdings bekannt für seine Arbeit als Büchsenmacher, insbesondere für die Herstellung eines Gewehrlaufs für Robert E. Lee während des amerikanischen Bürgerkriegs. Als die Munition während dieses Krieges knapp wurde, entwickelte er zusammen mit dem Silberschmied Adolph Lungkwitz ein Verfahren zur Herstellung von Zündhütchen. 1872 ließ er sich zusammen mit John M. Compant eine Verbesserung eines Drosselklappenständers patentieren. Eine seiner letzten Erfindungen war ein Mikroskop in Form einer Laterne Magica. Außerdem war Krauskopf Sägewerksbetreiber und zwischenzeitlich auch als Baumwollentkörner tätig. Er starb am 11. Juli 1881und ist in Fredericksburg begraben.

Engelberg Krauskopf war sehr kreativ - Foto: Archiv Texas
Wir sprechen Deutsch
Hier finden Sie ein Angebot für Deutsche, die in Texas ein Haus suchen. Allen Menschen, die noch nicht so gut englisch sprechen oder vielleicht gerade in Deutschland schon fast auf gepackten Koffern sitzen, sei versichert: Diese Personen sprechen deutsch.

San Antonio und Umgebung
Dallas/Fort Worth und Umgebung

Woodlands und Conroe

Austin und Umgebung

Houston

Killeen, Harker, Copperas Cove, Kempner, Belton, Temple

Wichita Falls und Umgebung

El Paso und Umgebung
Ausflugstipp: USS Lexington (CV-16)

Ein Besuch lohnt sich - Foto: Weyermann

Ziemlich imposant … die USS Lexington - Foto: Weyermann
Ein Besuch der USS Lexington in Corpus Christi lohnt sich auf jeden Fall. Auch für Menschen, die jetzt nicht so von Militärgeschichte begeistert sind. Wissen Sie, wo, wie und was auf so einem Flugzeugträger gekocht wird? Oder wie die Besatzung, die Männer und Frauen, geschlafen haben und wo sie sich gewaschen und ihre „Geschäfte“ verrichtet haben? Die Besatzung bestand immerhin aus 3000 Personen. Wo haben sich Offiziere zusammengesetzt? Und was haben sie getrunken?
Die USS Lexington (CV-16), hat ihren Namen nach dem Flugzeugträger USS Lexington (CV-2) erhalten, der im Korallenmeer versenkt worden ist. Sie ist auch als „The Blue Ghost“ bekannt und ein Flugzeugträger der Essex-Klasse, der während des Zweiten Weltkriegs für die US Navy gebaut worden ist. Sie ist mit einem geschweißten Stahlrumpf gebaut worden und hat eine Gesamtlänge von 872 Fuß und stellt mehr Rekorde auf, als jeder andere Flugzeugträger der Essex-Klasse in der Geschichte der Marinefliegerei.
Blue Ghost
1991 wird sie außer Dienst gestellt und ist zu diesem Zeitpunkt das älteste noch im Einsatz befindliche Schiff der US Navy. Seit 1992 befindet sie sich als Museum in Corpus Christi und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Ihr Spitzname „The Blue Ghost“ rührt von ihrer legendären Geschichte im Zweiten Weltkrieg, in der sie zahlreiche Angriffe überlebte und in der japanischen Geschichte als solcher bekannt worden ist.

In der Schaltzentrale - Foto: Staud

Geschichte zum Anfassen - Foto: Staud
Termine für Deutsche in Texas
1. Juli, 18 Uhr
Abendrunde
Little Italy
Killeen
5. Juli, 13 Uhr
Deutscher Stammtisch
Restaurant Edelweiß
Harker Heights
5. Juli, 13 Uhr
Deutscher Stammtisch in Houston
La Madeleine
5885 San Felipe
(findet jeden Samstag statt)
8. Juli, 17.30 Uhr
Abendessen
Restaurant Yang Sing
1705 E Central Express Highway
Killeen
10. Juli, 13 Uhr
Liederkranz
Restaurant Brick Oven
12093 US-190
Kempner
16. Juli, 13 Uhr
Kaffeerunde Central
Herb & Ernie's
Copperas Cove
(oben klicken oder unten scannen) |
