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30. Ausgabe
Sonn(en)tag
Ausgabe , 21. September 2025
Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser,
dass Sie die 30. Ausgabe des Sonn(en)tags schon am Samstag bekommen, hat einen Grund: Nämlich das Oktoberfest in Downtown Copperas Cove. Da in der Gegend um Harker Heights, Killeen, Copperas Cove, Temple und Kempner sehr viele Deutsche wohnen, möchte ich die Gelegenheit nutzen, Sie noch einmal auf das Fest aufmerksam zu machen. Wenn Sie hingehen, dann besuchen Sie mich doch bitte an Stand 32. Da bin ich vertreten mit dem „Sonn(en)tag“ und „Ursi's German Kitchen“. Für Interessierte halte ich eine Print-Sonderausgabe bereit, mit einem anderen Jahrestag und einem anderen Porträt. Diese Ausgabe ist kostenlos und unbezahlbar und verdankt ihre Existenz meinem lieben Mann John Staud. Den finden Sie auch am Stand und er kann Ihnen gerne Fragen zu seinem Herzensprojekt „The Society for the Innocents“ beantworten.
Ich freue mich auf Sie und wünsche Ihnen ein sonniges Wochenende.
Herzlichst
Ursula Weyermann
[email protected]
Jahrestag
21. September 1938
Ohne Vorwarnung trifft ein starker Hurrikan der Kategorie 3 Long Island und den Süden Neuenglands. Er fordert 600 Todesopfer und verwüstet Küstenstädte und -dörfer. Der Große Neuengland-Hurrikan von 1938, auch Long-Island-Express genannt, ist der verheerendste Sturm, der die Region im 20. Jahrhundert heimgesucht hat. Er ist aus einem tropischen Wirbelsturm entstanden, der sich am 10. September 1938 im östlichen Atlantik nahe den Kapverden entwickelt hat. Sechs Tage später sichtet der Kapitän eines brasilianischen Frachters den Sturm nordöstlich von Puerto Rico und funkt eine Warnung an das US-Wetteramt, den heutigen National Weather Service. Man erwartet, dass der Sturm in Südflorida auf Land treffen wird. Hurrikanerfahrene Küstenbewohner decken sich mit Vorräten ein und verbarrikadieren ihre Häuser. Am 19. September ändert der Sturm jedoch plötzlich seine Richtung und bewegte sich parallel zur Ostküste nach Norden.
Falsche Einschätzung
Charlie Pierce, ein junger Meteorologe des US-Wetteramts, ist sich sicher, dass der Hurrikan Richtung Nordosten zieht. Doch der Chef-Meteorologe sieht das anders. Es ist weit über ein Jahrhundert her, seit Neuengland zuletzt von einem schweren Hurrikan heimgesucht worden ist, und nur wenige glauben, dass so etwas noch einmal passieren könnte. Hurrikane bleiben selten bestehen, nachdem sie auf die kalten Gewässer des Nordatlantiks getroffen sind. Dieser Hurrikan bewegt sich jedoch ungewöhnlich schnell – mit knapp 100 km/h – nach Norden und folgte seiner Bahn über den warmen Gewässern des Golfstroms.
Weil Europa aufgrund der sich verschärfenden Sudetenkrise am Rande eines Krieges stand, schenken die Medien dem starken Hurrikan auf See kaum Beachtung. Es gibt keine fortschrittliche Wettertechnik wie Radar, Funkbojen oder Satellitenbilder, die vor der Annäherung des Hurrikans warnen könnten. Als das US-Wetteramt am Nachmittag des 21. September erfährt, dass der Sturm der Kategorie 3 auf Kollisionskurs mit Long Island ist, ist es für eine Warnung zu spät.
190 km/h
An der Südküste von Long Island beginnt sich der Himmel zu verdunkeln, und der Wind frischt auf. Fischer und Bootsfahrer sind auf See, und die Sommerbewohner genießen das Saisonende in ihren Strandhäusern. Gegen 14.30 Uhr erreicht der Hurrikan mit voller Wucht Land, und das bei Flut. Meereswogen und 12 Meter hohe Wellen verschlucken Küstenhäuser. In Westhampton, das direkt im Weg des Sturms liegt, wurden 150 Strandhäuser zerstört, von denen etwa ein Drittel ins Meer gerissen werden. Die Windgeschwindigkeit beträgt über 160 km/h. Im Landesinneren ertrinken Menschen in Überschwemmungen, werden von entwurzelten Bäumen und herabfallenden Trümmern und durch Stromschläge, bedingt durch herunter gerissene Stromleitungen, getötet. Um 16 Uhr überquert das Zentrum des Hurrikans den Long Island Sound, eine große, durch Gletscher geformte Mündung, und erreicht Connecticut. Flüsse, die durch den wochenlangen Dauerregen angeschwollen sind, treten über die Ufer und schwemmen Straßen weg. In New London löst ein Kurzschluss in einem überfluteten Gebäude einen Brand aus, der durch den 160 km/h schnellen Wind zu einem Inferno ausartet. Große Teile des Geschäftsviertels werden zerstört. Der Hurrikan ist noch intensiver geworden, als er Rhode Island erreicht. Windgeschwindigkeiten von über 190 km/h verursachen eine Sturmflut von 3,6 bis 4,5 Metern in der Narragansett Bay und zerstören Häuser an der Küste sowie ganze Bootsflotten. Gegen 17 Uhr dringt das Wasser der Bucht in den Hafen von Providence ein und setzt die Innenstadt über vier Meter unter Wasser. Viele Menschen werden mitgerissen.
USS Constitution
Der Hurrikan setzt seine Tour der Verwüstung über Massachusetts fort, legt erneut an Geschwindigkeit zu und verursacht schwerste Überschwemmungen. In Milton, südlich von Boston, registriert das Blue Hill Observatory eine der stärksten Windböen der Geschichte: unglaubliche 300 km/h. Boston wird schwer getroffen, und das historische Schiff USS Constitution wird aus der Verankerung im Boston Marine-Yachthafen gerissen und leicht beschädigt. Hunderte anderer Schiffe haben weniger Glück.

Nach langer Reise in Del Rio angekommen

David und Saskya leben nahe der mexikanischen Grenze - Foto: Privat
Mit Mann David Thomas und Hund Monty lebt sie in Del Rio, nahe der mexikanischen Grenze. Allmählich werden die Temperaturen wieder angenehm. „Ich bin zwei Monate nicht draußen gewesen“, erzählt Saskya Hofmann. Die wievielte Station in ihrem Leben Del Rio ist, kann sie schon gar nicht mehr aufzählen. Um Missverständnissen vorzubeugen, die Umzüge haben nichts mit dem Militär zu tun. Weder bei ihr, noch bei ihren Eltern.
In Starnberg aufgewachsen, geht es mit fünf Jahren zunächst nach München. Der Vater ist als Investor tätig und will in den amerikanischen Markt einsteigen. Also geht es später nach Florida. Dort soll sie 24 Jahre bleiben. „Wir sind aber zwischendurch immer wieder nach Deutschland gekommen. Und ich hab ständig zwischen deutscher und amerikanischer Highschool gewechselt. Als die Mutter krank wird, will sie zurück nach Deutschland. Saskya geht mit, unterstützt sie und geht nach deren Tod wieder zurück nach Florida. Dort heiratet sie und arbeitet 15 Jahre lang in einer Bank. Der Ehemann tut ihr nicht gut und mit dem Job wird es schwierig, da sie immer mal wieder epileptische Anfälle bekommt.
Zum Friseur nach Mexiko
Heute backt sie und verkauft ihre Kreationen auf Märkten oder von zuhause aus. Im Internet ist sie in vielen Kochgruppen unterwegs, meistens in deutschen. „Darüber bekomme ich mit, was in Deutschland zur Zeit politisch abgeht“, so die 56-Jährige. „Da kommen immer wieder Diskussionen auf. Meistens über Merz. Ich sag' dann: Warum habt ihr den denn überhaupt gewählt?“ Deutsche hätten an allem was auszusetzen, sagt sie. Aber sie vermisst die deutsche Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und das deutsche Brot. Die Ärzte und die ärztliche Versorgung seien in Deutschland besser. Bei ihr als Epileptikerin und ihrem Mann als Diabetiker spielt das Thema Gesundheit eine große Rolle. Und die deutschen Frühlinge fehlen ihr, ebenso die Weihnachtsmärkte. Aber sie genießt auch „die Leichtigkeit der Menschen in Südtexas“ und die Möglichkeit, in Mexiko zum Friseur oder zum Zahnarzt gehen zu können: „Da ist alles viel günstiger.“
Große Liebe
Was sie nach Texas gebracht hat? „Meine große Liebe“, strahlt sie. Ihren David hat sie über Facebook kennengelernt und hat mit nur einem Koffer Florida verlassen, um zu ihm zu fliegen. Acht Jahre lebt sie mit David dessen Tochter in der Nähe von Round Rock. Die Tochter geht zum Militär und Saskya und David suchen nach einem neuen Wohnort, zumal Saskya sich in Round Rock nicht wirklich wohl fühlt. Schließlich finden sie ein Apartment in Del Rio, das ihnen zusagt, auch preislich. Mit 27.000 Einwohnern ist die Stadt überschaubar. Über 80 Prozent der Menschen sind hispanischer Herkunft. „Aber hier hört man nichts von Kartellen, es ist friedlich und hier ist der Lake Amistad in der Nähe.“

Mit Dirndl aufgewachsen - Foto: Privat

Kreativität auf Bestellung - Foto: Privat
Deutschland: NRW hat gewählt
Vergangenen Sonntag hat es in NRW Kommunalwahlen gegeben. Die CDU feiert sich als Sieger, obwohl sie Stimmen verloren hat. Kommunalpolitisch seien sie Nummer 1, jubelt Hendrik Wüst, Chef der NRW-CDU. Auch wenn die Partei Verluste eingefahren hat, liegt er damit nicht ganz falsch. Immerhin liegt das Ergebnis acht Prozentpunkte über den aktuellen Umfragezahlen der CDU für ganz Deutschland. Der Merz-Faktor ist hat aber mit Sicherheit nicht im positiven Sinne beigetragen. Im Sauerland zuhause, genauer gesagt in Niedereimer, einem Stadtteil in Arnsberg, muss Merz mit ansehen, dass der SPD-Kandidat in seinem Wahlkreis mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält. Und das, obwohl die SPD im Sinkflug ist. Ausgerechnet in NRW, Arbeiterland und früher absolute Hochburg der Arbeiter-Partei SPD. Heute kommt die SPD gerade einmal auf 21,1 Prozent. Vor fünf Jahren hatte die SPD bereits ihr schlechtestes Ergebnis von 24,3 Prozent zu verarbeiten. Man habe den Abwärtstrend nicht stoppen können, sagt SPD-Chefin Bärbel Bas. Das Ergebnis sei aber kein Desaster. Jetzt wolle man wieder Politik machen, „die die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bewegt“.
Stichwahl zwischen SPD und AfD in Gelsenkirchen
Eigentlicher Wahl-Gewinner ist die AfD, die ihr Ergebnis von 2020 fast verdreifachen und kommt jetzt auf 14,5 Prozent. Die Grünen stürzen auf 13,5 Prozent ab. Auch die FDP verliert etliche Wähler und kommt auf 3,7 Prozent. Die Linke legt zu und landet bei 5,6 Prozent. Wie sich jetzt die neuen kommunalen Parlamente zusammensetzen, wird sich noch zeigen. In einigen Städten steht noch eine Stichwahl an, da der Bürgermeister oder Oberbürgermeister die absolute Mehrheit haben muss. In Gelsenkirchen kommt zur Stichwahl zwischen SPD und AFD. Fest steht auf jeden Fall, dass die AfD in vielen Stadträten und Kreistagen vertreten sein wird.

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Nine-Eleven (2)
Der zweite Teil von „Nine-Eleven“ befasst sich jetzt mit den (politischen) Folgen. Wer erst jetzt eingestiegen ist, kann den ersten Teil im Sonn(en)tag, 29. Ausgabe, nachlesen.
Am 2. Oktober 2001 wird offiziell der Nato-Bündnisfall erklärt. Daraufhin beginnt am 7. Oktober die „Operation Enduring Freedom“, die sich auf Resolution 1368 des UN-Sicherheitsrates stützt. Deren Ziel ist es zunächst, Al-Qaida in Afghanistan zu zerschlagen, Osama bin Laden zu finden und das Taliban-Regime zu stürzen. Der Bundestag beschließt am 16. November, dass sich die Bundeswehr auch an dieser Operation beteiligen werde. Afghanistan wird von den Nato-Truppen und der verbündeten Mudschaheddin-Gruppe „Nordallianz“ bis Dezember 2001 vollständig eingenommen. Osama bin Laden kann jedoch zunächst nicht gefasst werden.
Guantanamo
Die Operation wird fortgesetzt. Zeitweise sind 5.350 deutsche Soldaten bis 2010 im Rahmen der bis Ende 2014 dauernden UN- Mission im Einsatz. Auf Basis der Resolution 1386 des UN-Sicherheitsrates, die am 20. Dezember 2001 verabschiedet wird, bilden die USA und ihre Verbündeten die International Security Assistance Force (ISAF). Diese unterstützt die neue afghanischen Regierung beim Aufbau eines demokratischen Staates und soll Sicherheit für internationale Institutionen schaffen. Mit zunehmender Dauer nehmen dabei heftige Kämpfe gegen die wieder erstarkenden Taliban zu. Danach folgt die Mission „Resolute Support“, die für die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte sorgt. Sie endet mit dem Abzug der alliierten Truppen im Frühjahr und Sommer 2021. In Guantanamo, einem US-Marine-Stützpunkt auf Kuba, schaffen die USA ein Gefangenenlager, in das ab Januar 2002 Menschen überführt werden, die die USA nicht als Kriegsgefangene, sondern als „unrechtmäßige Kombatanten“ betrachteten. Erst auf internationalen Druck werden den Gefangenen einige grundsätzliche verfassungsmäßige Rechte zugestanden. Es gibt Berichte über dort verübte Folterungen. Trotz mehrmaliger Versprechen, das Lager aufzulösen, befinden sich im Sommer 2021 dort noch 39 Gefangene.
„Bush-Doktrin“
2002 beginnt sich abzuzeichnen, dass die USA auch im Irak militärisch eingreifen wollen. Einerseits behaupteten die USA, dass es Verbindungen zwischen Al-Qaida und dem Regime des damaligen irakischen Herrschers Saddam Hussein gebe. Die so genannte „Bush-Doktrin“ geht von der Notwendigkeit präventiver Militärschläge aus. Später wird ein möglicher Präventivkrieg mit dem Vorwurf gerechtfertigt, dass der Irak über Massenvernichtungswaffen verfüge. Vor den Vereinten Nationen präsentiert US-Außenminister Colin Powell dafür im Februar 2003 vermeintliche Beweise, die sich aber ein Jahr später als falsch herausstellten. Der UN-Sicherheitsrat verweigert die Zustimmung für eine Resolution, die einen solchen Einsatz legitimiert. Auch in Deutschland zeichnet sich bereits früh massiver Widerstand gegen eine Beteiligung an einer solchen Intervention ab. Die USA bilden daraufhin die so genannte „Koalition der Willigen“. Nach verschiedenen von der US-Regierung verbreiteten Versionen umfasst sie bis zu 49 Staaten, darunter auch zahlreiche EU-Länder wie Polen, Italien, Großbritannien und Spanien. Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs lehnten eine Beteiligung ab.
In der Nacht zum 20. März 2003 (MEZ) beginnt unter dem Namen „Operation Iraqi Freedom“ die US-geführte Militärintervention in den Irak, die ohne UN-Mandat und nur mit einem Teil der Nato-Staaten durchgeführt wird. Bereits Anfang Mai 2003 erklärt US-Präsident Bush die Hauptkampfhandlungen für beendet. Tatsächlich entwickelt sich aus dem Konflikt in der Folge ein teilweise erbittert geführter Guerillakrieg mit Aufständischen im gesamten arabischen Teil des Iraks. Ende 2011 verlassen die letzten US-amerikanischen Kampftruppen das Land. Im Kampf gegen die islamistische Terrororganisation „Islamischer Staat“ intervenieren die USA erneut. Bis heute sind 2.500 US-Soldaten im Irak stationiert. Der Einsatz soll in diesem Jahr beendet werden.
Mehr als 7000 US-Soldaten getötet
Der Irakkrieg und der Afghanistankrieg kosteten insgesamt mehr als 7.000 US-Soldaten das Leben. Wie viele Zivilisten im Irak durch Kampfeinwirkungen gestorben sind, ist umstritten. Schätzungen gehen von bis zu zweihunderttausend aus, die durch die Gewalt von Aufständischen oder den Koalitionstruppen getötet werden. Hinzu kommen etwa 50.000 Tote unter den irakischen Sicherheitskräften und bis zu 40.000 Toten unter den Aufständischen. In Afghanistan sterben laut Zahlen der „Brown University“ mehr als 64.000 einheimische Sicherheitskräfte, etwa 43.000 Zivilisten und 42.000 Aufständische.
Die Anschläge vom 11. September sind für die USA bis heute ein tiefes gesamtgesellschaftliches Trauma. Für viele US-Amerikaner ist damals die Gewissheit verloren gegangen, dass ihr Land aufgrund seiner militärischen Größe und seiner geografischen Lage quasi unverwundbar sei. Tausende feiern in New York die gezielte Tötung von Osama bin Laden durch US-amerikanische Spezialeinheiten in Pakistan im Mai 2011. An der Stelle des früheren World Trade Centers steht heute das „One World Trade Center“, mit 541 Metern eines der höchsten Gebäude der Welt. An dessen Fundament liegt das „9/11 Memorial and Museum“, dessen Grundstruktur mit zwei großen Brunnen die Abdrücke der beiden Türme abbildet. Die Entschädigung für die Opfer der Anschläge, die durch Staub, Rauch und Trümmer bei den Rettungsarbeiten verletzt worden sind, verläuft schleppend.
Während seiner US-Präsidentschaft beendet Barack Obama den Krieg im Irak und beginnt ab Juni 2011 auch in Afghanistan mit dem Abzug der Truppen. Er erklärt 2013, dass die USA abseits von dem damals noch laufenden Einsatz in Afghanistan ihre Bemühungen über den „Global War on Terror“ und Kampfeinsätzen in anderen Staaten hinaus denken müssten – etwa durch gezielte Anstrengungen, Netzwerke zu zerschlagen, was er unter anderem mit ausgeweiteten Drohnenangriffen erreichen will. So befiehlt er den Einsatz gegen den „Islamischen Staat“ im Irak und in Syrien.
Jahrestag der Anschläge
Der auf Obama folgende US-Präsident Donald Trump kündigt bereits im Wahlkampf 2016 an, die Einsätze gegen den IS und in Afghanistan zu beenden. Während seiner Amtszeit leitet Trump Verhandlungen mit den Taliban ein. Jedoch kündigt erst US-Präsident Joe Biden im April 2021 den vollständigen Abzug der US-Truppen bis zum 11. September 2021 an, dem 20. Jahrestag der Anschläge vom 11. September. Bis zuletzt hat die US-Regierung gehofft, dass die Hauptstadt Kabul bis zum vorgesehenen Abzugsdatum von der - mit US-amerikanischem Militärmaterial ausgerüsteten - afghanischen Armee gehalten werden kann. Doch der Vormarsch der Taliban beschleunigt sich im Juli und August 2021. Binnen weniger Tage nehmen die Taliban einen Großteil der afghanischen Provinzhauptstädte ein. Das afghanische Militär ergibt sich vielerorts kampflos. Am 15. August erobern die Taliban auch die afghanische Hautstadt Kabul. Bis Ende August sichern US-amerikanische Streitkräfte den Flughafen der afghanischen Hauptstadt für eine Evakuierungsmission. Am 30. August verlässt nach fast 20 Jahren der letzte US-Soldat afghanischen Boden.
Der Artikel basiert auf Informationen der „Bundeszentrale für Politische Bildung“, die ich bis vor wenigen Jahren als absolut zuverlässige Quelle angesehen habe. Sollte ich, trotz Prüfung, falsche Informationen verbreiten, lassen Sie mich das bitte wissen. Schildern Sie mir gerne Erfahrungen, die Sie oder Ihr Partner als Active Duty während dieser Zeit gemacht haben.

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„Kid of the Year“ aus Frisco/TX
„Tejasvi Manoj, eine Schülerin der Lebanon Trail High School des Frisco ISD, ist jetzt vom „TIME-Magazin“ zum „Kind des Jahres“ gekürt, weil sie eine App entwickelt hat, die Senioren dabei hilft, Phishing-Betrug und andere Cyberkriminalität zu erkennen. Nachdem sie im Jahr 2024 auf dem Heimweg von einem Scouting America-Camp einen Anruf erhalten hat, dass ihr 85-jähriger Großvater Opfer eines E-Mail-Betrugs geworden sei, bei dem 2.000 Dollar verlangt wurden, um eine unerwartete Schuld eines Familienmitglieds zu begleichen, wie die „Time“ berichtet. Manojmacht sich kundig und erfährt, dass ähnliche Betrügereien jährlich fast 860.000 Opfern Verluste von über 16 Milliarden Dollar bescheren.
Senioreneinrichtungen besucht
Nach ihrer Teilnahme an Programmen wie „Girls Who Code“ entwickelt sie eine App, um das Problem zu lösen. „Shield Seniors“ ist derzeit in Versuchsphase und identifiziert Betrugsversuche mithilfe von KI zur Analyse verdächtiger E-Mails und Texte. Es enthält einen Chatbot, ein Tool zum Hochladen von Screenshots und einen Leitfaden zur Betrugsmeldung. Seit der Entwicklung ihrer App ist Manoj im vergangenen Jahr auch bei der Congressional App Challenge lobend erwähnt worden. Jetzt hat sie einen Vortrag in Plano gehalten und zahlreiche betreute Senioreneinrichtungen besucht, um mit den Bewohnern über Online-Sicherheit zu sprechen.
www.shieldseniors.com

Texas Girl als Time Titelfoto

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Neue Gesetze in Texas
Der texanische Governor Greg Abott hat eine Vielzahl neuer Gesetze verabschiedet, von denen Hunderte am 1. September 2025 in Kraft getreten sind.
Schule: In allen öffentlichen Schulen ist die Aushängung der Zehn Gebote in den Klassenräumen verpflichtend. Die sogenannten „Diversity, Equity, Inclusion“ (DEI)-Programme an Schulen werden verboten, was sich auf den Schulalltag und die Unterstützung für LGBTQ+-Schüler auswirken soll. Die Schüler müssen ein neues Fach zur persönlichen Finanzkompetenz absolvieren und es gibt neue Beschränkungen für Zusatzstoffe in Schulmahlzeiten.
Strafrecht: Deepfakes, also ki-generierte Medieninhalte, die nicht als Fake erkennbar sind, werden unter Strafe gestellt. Kinderpornografie betreffend werden die Gesetze ausgeweitet, um den Besitz und die Verbreitung von kinderähnlichen Sexspielzeugen zu bekämpfen.
Datenschutz: Das „Texas Data Privacy & Security Act“- Gesetz erweitert die Datenschutzrechte der Verbraucher, insbesondere im Hinblick auf den Verkauf und die Verarbeitung ihrer persönlichen Daten durch Unternehmen.
Neuzuschnitt der Wahlbezirke: Dem Ergebnis der letzten Volkszählung entsprechend, werden die Wahlbezirke neu zugeschnitten. Das bedeutet einen Vorteil für die Republikaner.
Impfen: Die Anträge für Impf-Ausnahmen werden vereinfacht, was zu schnelleren Verfahren führt.
Staatliche Verfassung: Im November 2025 werden 17 vorgeschlagene Verfassungsänderungen den Wählern zur Abstimmung vorgelegt, die Themen wie Eigentumssteuern, Elternrechte, Justiz und Grenzsicherheit umfassen.

Die zehn Gebote - Bild: J. Staud
Ausflugstipp: Oktoberfest in Copperas Cove

Vendors beim Oktoberfest - Bild: EDC Copperas Cove
Das Oktoberfest in Copperas Cove bietet jede Menge Deutsches. Bierkrug-Stemmen, Jodel-Wettbewerb, Bratwurst-Wettbewerb und vieles mehr. In Downtown Copperas Cove wird am heutigen Samstag nicht nur deutsch gesprochen, sondern auch deutsch gesungen. Der „Liederkranz“, der sich regelmäßig im Restaurant „Brick Oven“ in Kempner trifft, wird um 18 Uhr zwei deutsche Klassiker der Gemütlichkeit singen. „In München steht ein Hofbräuhaus“ und „So ein Tag, so wunderschön wie heute“. Sangesfreudige Deutsche sind dem Chor jederzeit willkommen. Mit der „Pivo-and-Polka-Band“ wird es etwas zünftiger.
„Ursi's German Kitchen“ mit deutschen Bretzeln und Kuchen ist zusammen mit dem „Sonn(en)tag“ an Stand 32 zu finden. Und wunderschöne Andenken an Deutschland gibt es beim „Alpenmarkt“ von Ursula Pirtle an Stand 56.
Von 16 bis 22 Uhr wird hier gefeiert. Don’t miss it!

Immer gute Laune beim “Liederkranz” - Foto: Privat
Termine für Deutsche in Texas
18. bis 21. September
Oktoberfest
4970 Addison Circle
Addison
addisonoktoberfest.com
20. September, 16 Uhr - 22 Uhr
Oktoberfest
Downtown
Copperas Cove
20. September, 13 Uhr
Deutscher Stammtisch in Houston
La Madeleine
5885 San Felipe
(findet jeden Samstag statt)
27. September, 15.30 Uhr
DFW-Kaffeeklatsch
Infos bei Martina Bergmann-Rushing auf FB
303 S Elm Street
Keller
7. Oktober, 18 Uhr
Abendrunde
Restaurant Acropolis
Harker Heights
(oben klicken oder unten scannen) |
