31. Ausgabe

Sonn(en)tag

  1. Ausgabe, 28. September 2025

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

nach der vorletzten Ausgabe (14. September) haben sich sieben Personen abgemeldet. Eine Abmeldung gibt es immer, oder zwei. Die werden dann von Neu-Anmeldungen doppelt und dreifach aufgefangen. Aber sieben Abmeldungen? Was habe ich da „Schlimmes“ geschrieben? Zum einen habe ich einen Kommentar geschrieben zum Umgang mit dem Tod Charlie Kirks. Hat vermutlich nicht jedem gefallen. Zum anderen habe ich über „The Society for the Innocents“ geschrieben, dem Projekt meines Mannes zur Unterstützung werdender Müttern in Not. Auch das Thema gefällt nicht jedem, obwohl ich keine „Moralkeule“ ausgepackt habe. Die Auswahl der Themen ist subjektiv. Ich bemühe mich um eine objektive Darstellung. Und Kommentare sind kursiv gedruckt. Zu allen Themen ist Ihre Meinung willkommen. Leserbriefe werden abgedruckt. Machen Sie bitte Gebrauch davon. Diskussionen sind wichtiger denn je.

Herzlichst

Ursula Weyermann
[email protected] 

Jahrestag

28.September 1905
Heute vor 120 Jahren wurde Max Schmeling geboren, in Klein Luckow im Grenzgebiet zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die Familie zieht 1906 nach Hamburg, wo der Vater bei der Hamburg-Amerika Linie Arbeit findet. Max macht nach der Schule zunächst eine kaufmännische Lehre in einer Anzeigenagentur. Aber sein Traum ist Boxen und sein Idol ist Schwergewichts-Weltmeister Jack Dempsey. Nach der Ausbildung geht Max Schmeling ins Rheinland. Als ihn sein Arbeitgeber nach Köln-Mülheim versetzt, tritt Schmeling dem Mülheimer Boxclub bei. Schon zu Ostern 1924 wird Schmeling in Chemnitz überraschend deutscher Vizemeister im Halbschwergewicht. Mit 19 Jahren beginnt seine Profikarriere als Boxer und bereits am 2. August desselben Jahres gewinnt er den ersten Profikampf gegen Jean Czapp. Er zieht 1926 nach Berlin und wird am 26. August deutscher Meister. Die Presse feiert ihn als neuen „Stern am Boxhimmel“. Mit dem sportlichen Erfolg stellt sich auch gesellschaftliche Anerkennung ein. Schmeling lernt durch seinen Film „Ein Filmstar wird gesucht“ Schauspieler kennen, steht mit seinem durchtrainierten Körper dem Bildhauer Rudolf Belling Modell und lässt sich von Georg Grosz malen. Am 19. Juni 1927 legt Schmeling den nächsten Meilenstein seiner Karriere: Er wird in Dortmund Europameister im Halbschwergewicht. Der Kampf wird im Radio live übertragen. Das noch junge Medium Rundfunk hat seinen ersten Star für Millionen Zuhörer.
Als Max Schmeling zunimmt, macht er keine Diät, sondern wechselt in die Gewichtsklasse Schwergewicht. Vier Wochen später greift er nach dem deutschen Titel. Der harte Kampf endet für Schmeling mit einem Sieg nach Punkten gegen den amtierenden deutschen Schwergewichtsmeister Diener. Jetzt ist der Weg nach Amerika frei. Der Box-Weltverband nominiert den Sportler aufgrund seiner Siege zum Anwärter auf den Weltmeistertitel. Vor der Fahrt über den großen Teich spielt Schmeling die Hauptrolle in dem Boxfilm „Liebe im Ring“, der im März 1930 uraufgeführt wird. Im gleichen Jahr bereitet er sich auf die Kämpfe in den USA vor.

Weltmeister im Schwergewicht

Am 12. Juni 1930 ist die Sensation perfekt: Schmeling wird in New York Box-Weltmeister im Schwergewicht. Nach der Disqualifikation seines Gegners Jack Sharkey - aufgrund eines verbotenen Tiefschlags - ist der Boxprofi der erste Europäer mit dem WM-Titel. Im darauf folgenden Jahr verteidigt der Wahl-Berliner seinen Titel gegen den US-Amerikaner Stribling. Eine zweite Titelverteidigung gelingt ihm nicht. Durch dem Verlust des WM-Titels steckt er in einer sportlichen Krise. Nachdem er den Gürtel wieder an Sharkey verloren hat, gelingt Schmeling nur ein Sieg in den folgenden vier Kämpfen. Mit Walter Neusel, dem „weißen Tiger“, hat Schmeling plötzlich Konkurrenz im eigenen Land. Am 26. August 1934 treffen die beiden aufeinander. Offiziell sehen 102.000 Zuschauer auf der Sandbahn in Hamburg-Lokstedt Schmelings Sieg in der neunten Runde - bis heute Europarekord. Der ehemalige Weltmeister hat den Angriff des potenziellen Nachfolgers abgewehrt und seine Karriere gerettet.

Werbestar der Nazis und deren späterer Gegner

Die Nationalsozialisten nutzen seine Popularität in den USA als Werbung für die Olympischen Spiele 1936 in Deutschland. Während die USA laut über einen Boykott der Spiele nachdenken, schaffen es die Nazis, ihn für ihre Ziele einzuspannen - und der Boxstar spielt diese Rolle mit. Im Nachhinein bezeichnet er sich selbst als grenzenlos naiv. Als spektakulärster Sieg gilt der K.o. in der zwölften Runde über den bisher ungeschlagenen Joe Louis. Mit diesem Kampf schreibt sich Schmeling unauslöschlich in die Annalen der Boxgeschichte. Den Film „Max Schmelings Sieg - ein deutscher Sieg“ setzen die Nationalsozialisten als Mittel der Agitation ein. Der Fight des „weißen“ Schmeling gegen den Afroamerikaner Louis wird zum Kampf zweier Menschenrassen ideologisiert. Die NS-Propaganda deutet Schmelings Sieg als Überlegenheit der nordisch-arischen Rasse. Zynisch wirkt das Hochlebenlassen des Boxers durch die Nazis, hatten sie doch im Jahr zuvor von Schmeling gefordert, sich von seinem jüdischen Manager und seiner tschechischen Frau, der Filmschauspielerin Anny Ondra, zu trennen, mit der er bis zu ihrem Tod 1987 verheiratet bleibt. Zwei Jahre später (1938) verliert der deutsche Boxer die Revanche gegen Joe Louis. Für die Nationalsozialisten ist er damit nicht mehr nützlich. Die Box-Legende wird unbequem und ist zu amerikafreundlich eingestellt.
Schmeling verweigert den Eintritt in die NSDAP und handelt sich damit größte Schwierigkeiten ein. Erst 1989 wird bekannt, dass er den jüdischen Brüdern Henry und Werner Lewin das Leben rettete, indem er sie in seinem Domizil Hotel Excelsior vor den NS-Schergen versteckte. Die Wehrmacht zieht den Boxer 1940 als Fallschirmjäger ein. Beim Absprung auf das von Großbritannien besetzte Kreta verletzt er sich schwer, verbringt mehrere Monate im Lazarett und wird ab 1943 nur noch in Kriegsgefangenenlagern eingesetzt. Am 2. Oktober 1948 in Kiel und am 31. Oktober 1948 in Berlin steht Schmeling die letzten Male im Ring. Einem Erfolg gegen Hajo Drägestein folgt gegen Richard Vogt in der Berliner Waldbühne vor 20.000 Zuschauern zum endgültigen Abschluss seiner Karriere eine Punktniederlage nach zehn Runden.

Großes Herz

1957 wird der Boxer zum Unternehmer. Als Konzessionär für den Vertrieb von Coca-Cola wächst seine Abfüllfirma bis 1997 auf 500 Mitarbeiter an. Schmeling bleibt sich selbst stets treu. Seinen aufrechten Gang als fairer Sportsmann beweist er gerne. Aber nicht in der Öffentlichkeit, nicht für Publicity. Seinem im Laufe der Zeit verarmten Widersacher Joe Louis überweist er stillschweigend Geld - bis zum Schluss. Mit großem Boxer-Herzen gründet das lebende Denkmal Schmeling 1991 seine Max-Schmeling-Stiftung zur Hilfe in Not geratener Sportler und zur Unterstützung von Senioren in seiner Geburtsstadt. Er spendet 1997 für Opfer der Hochwasser-Katastrophe, engagiert sich für SOS-Kinderdörfer und unterstützt die Diakonie und den Behinderten-Sportverband. Der von den Sportjournalisten zum Sportler des Jahrhunderts gewählte Boxer hat die Schwelle in das neue Jahrhundert scheinbar mühelos überschritten. Die Österreichische Post brachte zu seinem 99. Geburtstag eine Sonderbriefmarke heraus. Teile des Erlöses spendete Schmeling, der Inbegriff des „anständigen Kerls“, der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Am 2. Februar 2005 stirbt Schmeling in seinem Wohnort Hollenstedt südlich von Hamburg. Begraben ist er in Hollenstedt neben seiner 1987 verstorbenen Frau Anny Ondra.

Werbeplakat aus den 30er Jahren - Foto: Archiv

Das Beste von Morgenland und Abendland

Mit einem Stand auf dem Oktoberfest in Copperas Cove - Foto: Privat

Apfelstreusel, Kirschstreusel, gemischter Beerenstreusel und daneben eine persische Biskuitrolle und andere Köstlichkeiten aus dem mittleren Osten. Was Nahrin Brown verkauft, ist selbstgebacken. Und zwar so, wie sie es gelernt hat. Die Mischung aus Abendland und Morgenland, die sich ihrem Gebäck widerspiegelt, ist schnell erklärt. Die ersten drei Lebensjahre hat Nahrin im Iran verbracht. Für koptische Christen ist das Leben dort aber zu unsicher gewesen und so haben sie das Land verlassen. Der Vater hat sofort Arbeit gefunden, und so haben sie in Bergheim bei Köln gelebt. Als die Eltern sich getrennt haben, ist sie mit ihrem Vater zu Schwester und Schwager nach Heidelberg gezogen. „Das war dann ganz anders. Hier hab ich dann auch zum ersten Mal Militär kennengelernt.“ Die Kontakte zum Militär werden schließlich in Kaiserlautern intensiver, als sie ihren Phillip kennenlernt. Das ist 2009. Zwei Jahre später heiraten die beiden und es geht in die Vereinigten Staaten. „Das ist mir nicht ganz leicht gefallen“, blickt Nahrin zurück. Sie hat sich gut eingerichtet gehabt in Deutschland, mit eigenem Auto, eigener Wohnung und einem guten Job. In der Realschule hat sie eine Auszeichnung bekommen für ihren Apfelstreusel, danach Kochschulen besucht und eine Ausbildung zur Floristin gemacht.

Popup-Küche in der Garage

In den USA ist Phillip Brown erst einmal Tennessee on Duty. Es folgen Georgia, North Carolina, wieder Tennessee und schließlich Texas. Zwischenzeitlich werden die Kinder Aliyah (13) und Nolan (5) geboren. Nahrin studiert Psychologie und macht 2020 in North Carolina ihren Bachelor. Kümmert sich um die Kinder, arbeitet Vollzeit und backt und verkauft ihre Waren privat und auf Märkten. Die Nachfrage steigt und sie arbeitet jetzt halbtags, um sich mehr ihrer Leidenschaft, dem Backen, widmen zu können.
Die 41-Jährige lebt mit Mann, Kindern und ihrer Mutter in Killeen. Ihre Mutter wartet auf die Greencard und unterstützt Nahrin, wo sie nur kann. Der Mann der Mutter arbeitet noch in Deutschland und wartet dort auf die Greencard. Die Rezepte für ihr orientalisches Gebäck hat Nahrin von der Mutter übernommen. Phillip wird im Februar von der Army retieren. Für ein Augenblick hat ein Umzug nach Tennessee im Raum gestanden. „Aber wir werden wohl hier bleiben“, sagt Nahrin. „Die Kinder gehen hier zur Schule und ich hab mir hier auch mittlerweile einen Namen mit meinem Gebäck gemacht.“

Sprachentalent

Nahrin spricht farsi, deutsch, englisch, assyrisch, ein bisschen türkisch, ein bisschen arabisch und ein bisschen aramäisch. Manchmal eröffnet sie eine Popup-Küche in der Garage und backt und kocht für die Nachbarschaft. Absoluter Kundenliebling ist ihr Pfirsischstreusel. Sehr beliebt ist auch ihre selbst gemachte Schokolade.
Jeden zweiten Samstag im Monat ist Nahrin von 9 bis 14 Uhr mit einem Stand bei Murdoch's Ranch and Home Supply in Killeen zu finden.

FB: Nahrin Brown
Tik Tok: Nahrin’s Gifts & Sweets
Instagram: @nahrinsgiftsandsweets

Spaß mit der Familie - Foto: Privat

Nahrins Mutter ist eine große Hilfe - Foto: Privat

Stichwahl in NRW - Änderung in Großstädten?

Am Abend des heutigen Tages wird in einigen Städten NRWs endgültig feststehen, wer zukünftig deren Geschicke bestimmt. Heute ist der Tag der Stichwahl, wenn Sie ihren Newsletter um 11 Uhr texanischer Zeit lesen, schließen in NRW gerade die Wahllokale.
Eine Stichwahl steht dann an, wenn kein Kandidat die absolute Mehrheit hat. Das geschieht in der Regel, wenn mehr als zwei Kandidaten ins Rennen geschickt werden. Zur Stichwahl sind dann die Politiker mit den zwei besten Ergebnissen zugelassen. Wenn Kandidat X bei der Kommunalwahl am 14. September 36 Prozent erreicht hat und Kandidat Y 32, dann heißt das noch lange nicht, dass X der Sieger ist. Wichtig ist jetzt, wie entscheiden diejenigen, die einen anderen Kandidaten favorisiert haben. Vielleicht können jetzt ja auch Nichtwähler mobilisiert werden?
Bochum: Für viele überraschend kam der Abgang von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD). Setzt sich Jörg Lukat, als gemeinsamer Kandidat von SPD und Grünen in der Stichwahl gegen Andreas Bracke (CDU) durch?
Bonn: In der ehemaligen Bundeshauptstadt stellt sich die Frage, ob die Grünen-OB Katja Dörner erneut das Rennen macht. Der CDU-Innenpolitiker Guido Deus hat vor allem mit dem Thema Verkehr gegengehalten. In Bonn stehen sich die beiden Kandidaten in zwei Wochen bei einer Stichwahl gegenüber. Bei der NRW-CDU hat man versucht, dem Kandidaten mit dem Landesparteitag noch einmal ordentlich Rückenwind zu verschaffen, mit Besuch von Wüst und Merz.
Dortmund: Der amtierende OB Thomas Westphal (SPD) tritt zur Stichwahl gegen Alexander Kalouti (CDU) an.
Duisburg: Nur 39,1 Prozent der rund 360.000 Wahlberechtigten haben überhaupt ihre Stimme abgegeben, damit belegte Duisburg den letzten Platz in ganz NRW. Oberbürgermeister Sören Link (SPD) hat mit 46 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit verfehlt. Deswegen muss er in die Stichwahl gegen Carsten Groß (AfD).
Düsseldorf: Amtsinhaber Stephan Keller von der CDU tritt in der Stichwahl gegen Herausforderin Clara Gerlach von den Grünen an.
Essen: Amtsinhaber Thomas Kufen (CDU) schaffte bei der letzten Kommunalwahl den Wahlsieg auf Anhieb. Diesmal verteilten sich die Stimmen allerdings auf acht Bewerber. In der Stichwahl tritt er jetzt gegen SPD-Kandidatin Julia Klewin an.
Gelsenkirchen: Norbert Emmerich tritt für die AfD als Oberbürgermeisterkandidat gegen Andrea Henze (SPD) an. Die bisherige Amtsinhaberin Karin Welge (SPD) tritt nicht mehr an. Emmerich konnte am 14. September mehr Stimmen vorweisen, als seine politische Gegnerin.
Köln: Die parteilose Amtsinhaberin Henriette Rieker hat sich nicht erneut zur Wahl aufstellen lassen. Grüne und CDU, die sie bis dato unterstützt haben, schicken nun eigene Kandidaten ins Rennen. Berivan Aymaz, stellvertretende Landtagspräsidentin der Grünen, ist damit gegen den Kölner Baudezernenten Markus Greitemann (CDU) angetreten. Torsten Burmester, ist für die SPD angetreten. Aymaz und Burmester sind jetzt in die Stichwahl gekommen.
Münster. Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU), ehemaliger Präsident des Städtetages ist nicht mehr zur Wahl angetreten. Sein Nachfolge-Kandidat Georg Lunemann erfreut sich nicht gleicher Beliebtheit und hat keine absolute Mehrheit bekommen. In der Stichwahl tritt er jetzt gegen Tilman Fuchs (Grüne) an.
Solingen: Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), seit zehn Jahren an der Stadtspitze, hört auf. Wegen der Schleuser-Affäre ist er unlängst in die Schlagzeilen geraten. Für die SPD geht Josef Neumann gegen Daniel Flemm (CDU) in die Stichwahl. Bemerkenswert ist hier, dass sich keine der Ratsparteien für einen dieser Kandidaten ausgesprochen hat.

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Schüsse auf Einwanderungsbehörde in Dallas

Ein Schütze verübt am 24. September einen gezielten Angriff auf eine Einrichtung der US-Einwanderungs- und Zollbehörde, Immigration and Customs Enforcement (ICE), in Dallas. Der Angreifer positioniert sich auf einem nahegelegenen Dach und feuert mit einem Gewehr auf das Gebäude und einen Transporter. Dabei wird ein Häftling getötet und zwei weitere werden schwer verletzt. Mindestens einer der Verletzten ist mexikanischer Staatsbürger, wie das mexikanische Außenministerium bestätigt. Schließlich erschießt sich der Schütze selbst. Polizeibeamte identifizierten den Schützen als den 29-jährigen Joshua Jahn, der regierungsfeindliche Ansichten geäußert hat. Das FBI gibt an, Jahn habe die Bundesregierung gehasst und Terror schüren wollen. Berichten zufolge sind am Tatort Anti-ICE-Botschaften auf Munition gefunden worden. Deswegen wird der Angriff als Akt des Inlandsterrorismus untersucht. Als Reaktion auf den Angriff ordnet Heimatschutzministerin Kristi Noem verstärkte Sicherheitsmaßnahmen in den ICE-Einrichtungen im ganzen Land an. Migrantenvertreter äußern die Befürchtung, der Angriff könnte zu weiteren Angriffen auf Migranten führen. Indessen sieht Präsident Donald Trump, in einem Interview mit spectrumlocalnews.com, diese „Gewalt als das Ergebnis der ständigen Dämonisierung der Strafverfolgungsbehörden durch die radikale Linke und deren Vergleich der ICE-Beamten mit Nazis“.

Sachlich diskutieren …

Jetzt komme ich noch einmal mit dem Beispiel Charlie Kirk um die Ecke. Das muss sein, weil sich hieran zeigt, wie wenig weite Teile der Bevölkerung, hüben wie drüben, in der Lage sind, sich auseinanderzusetzen. Da werden ständig Ebenen vermischt, und dann wir es nur noch emotional. Auf Charlie Kirk bezogen, bedeutet das: Wie steht man dazu, was er gesagt und wie er agiert hat? Wie steht man dazu, wenn ein Mensch ermordet wird? Diese beiden Fragen sollten für sich stehen. In den (teilweise unsäglichen Diskussionen) sind sie aber vermischt worden. Und dann ist es auf einmal nicht mehr ganz so schlimm, wenn ein Mensch ermordet wird, weil der andere Ansichten vertritt, als ich?!? Das ist dann auch so in Medien kundgetan worden, hüben und drüben. Die „Journalisten“, die solche Ansichten geäußert und dafür kritisiert worden sind, stilisieren sich jetzt als Opfer. Und ein Fußballspieler des BVB - der Verein, der vom Kriegswaffen-Produzenten Rheinmetall gesponsert wird - muss sich heute noch dafür verantworten, weil er Kirks Tod auf seinem Profil betrauert und für ihn gebetet hat.
Nochmal: Man muss die Ansichten Kirks nicht teilen, aber er hat wirklich jeden zur Diskussion eingeladen. Das ist entspricht dem Prinzip der alten britischen Debattierclubs und ist zutiefst demokratisch. Helfen Sie mit, sachliche Diskussionen wieder aufleben zu lassen. Fangen Sie gerne mit dem Sonn(en)tag an. Schreiben Sie mir Ihre Meinung!

Britischer Debattierclub - Bild/ai: J. Staud

Stargate - es geht voran

Ein Teil des riesigen neuen Stargate Rechenzentrums von Abilene ist jetzt in Betrieb gegangen. OpenAI-CEO Sam Altman, hat am Dienstag feierlich die Tore des Rechenzentrums im Norden von Abilene für Amtsträger und Wirtschaftsführer geöffnet. Nach der Fertigstellung wird der 440 Hektar große Komplex 60.000 Server-Racks in acht Rechenzentren beherbergen, die KI-gestützte Anwendungen wie ChatGPT hosten. Täglich sind über 6.000 Bauarbeiter auf der Baustelle im Einsatz, und die Anlage soll 1.700 dauerhafte Arbeitsplätze schaffen. Stargate hat die Veranstaltung genutzt, um den Bau von fünf weiteren Rechenzentren im ganzen Land anzukündigen, darunter zwei in den Counties Shackelford und Milam. „Texas ist der Ground Zero für KI“, sagt US-Senator Ted Cruz und betont das wirtschaftsfreundliche Umfeld des Bundesstaates.

Anwohnerbedenken

Einige Anwohner haben Bedenken hinsichtlich des Wasser- und Energieverbrauchs des Projekts geäußert. Die örtlichen Wasserspeicher sind etwa halb voll, und bei vollem Betrieb wird das Rechenzentrum voraussichtlich 900 Megawatt Strom verbrauchen, wovon ein Teil von einem Gaskraftwerk vor Ort geliefert wird.

Potentielle Kandidaten der Demokraten für 2028 (4)

Der kalifornische Gouverneur Gavin Christopher Newsom liegt als Kandidat für die Demokraten bei den Wahlen 2028 mit 25 Prozent in Führung. Newsom ist seit dem 7. Januar 2019 Gouverneur. Zuvor ist er ab 2011 Vizegouverneur dieses Bundesstaates gewesen. Von 2004 bis 2011 amtierte er als Bürgermeister von San Francisco.

Care not Cash

Wofür steht Newsom? Er steht für ziemlich alles, wofür Trump nicht steht. So erregte er landesweit Aufsehen, als er als Bürgermeister in einer spektakulären Entscheidung gleichgeschlechtlichen Paaren grünes Licht zum Heiraten gab. Dies war damals in Kalifornien nicht erlaubt. Seine zweite Amtszeit als Gouverneur endet im Januar 2027, er kann dann nicht noch einmal antreten. Newsom unterstützte 2012 eine gescheiterte Initiative zur Abschaffung der Todesstrafe in Kalifornien. Sein Argument ist dabei gewesen, die Todesstrafe sei grundsätzlich unmoralisch und schrecke nicht vor Verbrechen ab. Während seines frühen politischen Engagements ist seine größte Errungenschaft eine Wählerinitiative namens „Care not Cash“ gewesen, die Obdachlosen anstelle von direkter Geldhilfe aus dem allgemeinen Unterstützungsprogramm des Staates Pflege, betreutes Wohnen, Drogentherapie und Hilfe von Psychotherapeuten anbot. Mit dieser Maßnahme hat er sich wenig Freunde bei Obdachlosenrechts-Aktivisten und den Demokraten gemacht. Aber in einer 2008 veröffentlichten städtischen Prüfung ist das Programm als erfolgreich bewertet worden, da es die durchschnittlichen Barzahlungen pro Person von über 300 Dollar auf 78 Dollar und die Zahl der Barzahlungsempfänger von über 2.500 auf etwa 640 gesenkt. Teile der Presse vermuten, dass er sein links-wokes Image ablegen möchte, um für eine breitere Bevölkerungsschicht wählbar zu sein.

Der zur Zeit beliebteste Kandidat der Demokraten für 2028 - Foto: Öffentlich

Termine für Deutsche in Texas


3. Oktober, 17.15 Uhr
Eröffnung des Goethe-Instituts in Houston
Z Atrium
401 Franklin St.
Houston

4. Oktober, 13 Uhr
Deutscher Stammtisch in Houston
La Madeleine
5885 San Felipe
(findet jeden Samstag statt)

4. Oktober, 13 Uhr
Oktoberfest vom Liederkranz
Restaurant Brick Oven
Kempner

4. Oktober, 16 bis 20 Uhr
Oktoberfest bei Wally
im Restaurant Opa's Schnitzelhut
1608 E Knights Way
Harker Heights

7. Oktober, 18 Uhr
Abendrunde
Cafe Baklava
701 W Elms Rd
Killeen

11. Oktober, 13 Uhr
Stammtisch
Restaurant Edelweiß
Harker Heights

11. Oktober, 11 Uhr
Oktoberfest
German Texan Heritage Society
507 10th St
Austin

15. Oktober, 13 Uhr
Kaffeerunde
Herb and Earnie's
Copperas Cove

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