38. Ausgabe

Sonn(en)tag

  1. Ausgabe , 16. November 2025

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Ausgabe ist zugegebenermaßen etwas kriegslastig. Hat sich aber nicht wirklich vermeiden lassen. Der Jahrestag zeigt die Folgen des 2. Weltkrieges am Beispiel meiner Heimatstadt. Frieden ist nicht selbstverständlich, und wir sollten alles tun, bestehende Kriege zu befrieden und nicht zum Flächenbrand ausufern zu lassen. Wie immer ist mir Ihre Meinung - nicht nur zu diesem Thema - herzlich willkommen.

Herzlichst

Ursula Weyermann
[email protected] 

Jahrestag

16. November 1944
Am 16. November wird Düren, meine Heimatstadt, dem Erdboden gleichgemacht. Dabei sterben weit mehr als 3000 Menschen. Was dazu geführt hat?
Der folgende Text basiert auf Ausführungen des ehemaligen Dürener Stadtarchivars Hans J. Domsta. Nach der Landung in der Normandie am 6. Juni 1944 gelingt den alliierten Verbänden die Eroberung der von den deutschen Truppen besetzten Gebiete in Frankreich und Belgien ohne große Widerstände. Auf deutschem Reichsgebiet hinter dem Westwall haben die deutschen Streitkräfte starke Riegelstellungen aufbauen, können an denen die alliierten Vormarschbewegungen Mitte September zum Stocken kommen. Der Hürtgenwald wird zum Schauplatz erbitterter Kämpfe, in denen zwischen September 1944 und Februar 1945 um jeden Meter Boden gerungen wurde. Die Zahl der auf beiden Seiten in diesem Stellungskrieg gefallenen Soldaten wird heute auf 44.000 geschätzt , 32.000 Alliierte und 12.000 Deutsche.

Operation Queen

Eine Konferenz der alliierten Befehlshaber beschließt am 18. Oktober 1944 in Brüssel eine neue Offensive, um noch vor dem Einsetzen des Winterwetters den Rhein und die Ruhr zu erreichen.
Die Überquerung der Rur ist dabei als erste Angriffsphase festgelegt worden, sie erhält den Decknamen „Operation Queen“. Um den Erfolg dieser Offensive zu gewährleisten, wird der größte Luftangriff des Zweiten Weltkriegs zur unmittelbaren Unterstützung der Bodentruppen vorbereitet. Erklärtes Ziel dabei ist die Unterbrechung der Straßenverbindungen und der Nachschubwege für die deutschen Verbände. Nach mehrmaliger Verschiebung wird der 16. November festgelegt als Termin festgelegt. Am frühen Nachmittag dieses Tages beginnt im Rahmen der Operation Queen der verheerende Großangriff des britischen Bomber-Kommandos, der strategischen Luftstreitmacht der Royal Air Force, die mit 1.122 Flugzeugen und 5.736 Tonnen Bomben innerhalb von 20 Minuten die Städte Düren, Jülich und Heinsberg verwüstet.

2752 Tonnen Bomben 

Der Luftangriff auf die Dürener Innenstadt begann um 15:23 Uhr und endete nach 21 Minuten um 15:44 Uhr. Von 474 Flugzeugen der 1., 5. und 8. Group des Bomber-Kommandos der Royal Air Force werden 2.751,9 Tonnen Bomben abgeladen (5.477 Sprengbomben einschließlich 117 Luftminen zu je 2.471 Tonnen, 148.980 Brandbomben mit 270 Tonnen und 95 Zielmarkierer mit 10,9 Tonnen. Keines dieser Flugzeuge wird von der deutschen Wehrmacht abgeschossen, die Alliierten haben zu diesem Zeitpunkt die unbestrittene Luftherrschaft im Westen. Der Angriff auf Düren bringt 3.126 Menschen den Tod. Diese Zahlenangabe basiert auf von der Stadtverwaltung Düren angestellten Untersuchungen. Der größte Teil der überlebenden Bevölkerung flieht aus der brennenden Ruinenlandschaft; die Stadt Düren wird am 19. November auf Anordnung des Reichsverteidigungskommissars geräumt. Die erwartete Wirkung der schweren Bombenangriffe bleibt für die Alliierten aus. Der Hauptgrund wird dem Umstand zugeschrieben, dass der
Sicherheitsabstand des Zielgebietes von den amerikanischen Linien zu groß ist und die deutschen Truppen in den vordersten Stellungen kaum getroffen werden.

Ardennen-Offensive

Die deutschen Verbände leisten nicht nur in ihren Verteidigungsstellungen entlang der Rur (ja richtig, die Rur ohne h) erbitterten Widerstand, sondern starten darüber hinaus am 16. Dezember 1944 die so genannte Ardennen-Offensive, die erst Mitte Januar 1945 von den Alliierten niedergeworfen wird. Insgesamt sind dabei auf beiden Seiten 37.000 Gefallene und eben so viele Vermisste zu beklagen. Der Vorstoß an den Rhein ist damit vorerst gescheitert. Erst am 25. Februar 1945 gelingt es den Alliierten, die Rur zu überschreiten, die Ruinen von Düren einzunehmen und anschließend weiter ostwärts vorzurücken.

Bombardierung Dürens - Bild/ai: J. Staud

Wehrdienst in Deutschland

In Puncto Wehrdienst haben sich jetzt Union und SPD geeinigt. Es gibt eine verpflichtende Musterung für junge Männer. Es soll einen Fragebogen geben, den junge Männer ab 18. Jahren ausfüllen müssen. Ab 2026 beginnt die Musterung der ab dem 1. Januar 2008 geborenen Männer. Es ist explizit nur von Männern die Rede. Die anderen Geschlechter scheinen erst einmal keine Rolle zu spielen. Der Wehrdienst soll zunächst freiwillig sein. Sollte es nicht genügend wehrtaugliche Freiwillige geben, steht eine Bedarfspflicht im Raum. Wie genau diese zu handhaben ist, ist noch nicht genau definiert. Ich frage mich ja, wo auf einmal der Patriotismus bei jungen Menschen herkommen soll. Wer bislang „Vaterland“ noch nicht einmal aussprechen durfte, ohne gleich unter Nazi-Verdacht zu geraten, soll nun bereit sein, für selbiges zu sterben? Dürfen die zukünftigen Soldaten auch privat die Deutschland-Flagge hissen, oder gilt das nur für den Job?
Ich sehe den russischen Angriff auf Deutschland ja noch immer nicht und weise an dieser Stelle noch einmal darauf hin, dass alle Kriege mit Russland von Deutschland ausgingen.
Medien, wie die „taz“, die eine echte Friedensbewegung an den rechtsextremen Rand geschrieben haben, geben plötzlich Eltern Ratschläge, wie die ihren Kindern bei der Verweigerung helfen können.

Warnung vor fallenden Leguanen

Millionen Amerikaner sind am Dienstag von einem ersten richtigen Wintereinbruch überrascht worden. Dabei ist eine starke arktische Kaltfront über die östlichen Landes hinweggefegt und hat vom Mittleren Westen bis zur Golfküste Schnee, eisige Kälte und eisigen Wind gebracht. Über 30 Zentimeter Schnee, verursacht durch den Lake-Effect, haben Teile von Indiana, Illinois, Wisconsin und Michigan unter sich begraben. Laut Polizei sind in Indiana über 100 Hilferufe abgesetzt worden.

Wechselwarme Tiere

Sogar in Nashville, Myrtle Beach und South Carolina hat es geschneit. Wetterexperten haben die Bewohner von Zentral- und Südflorida vor herabfallenden Leguanen gewarnt, nachdem die Temperaturen am Dienstag auf 30 bis 40 Grad Fahrenheit (ca. 4 bis 10 Grad Celsius) gesunken sind. Da Leguane wechselwarme Tiere sind, schalten ihre Körper bei Temperaturen unter 40 Grad Celsius ab. „Ein Abwehrmechanismus gegen die Kälte“, erklärt der Wetterkanal das Phänomen.
Unzählige Flüge sind gestrichen worden oder haben Verspätung gehabt. Winterwetter und Shutdown haben hier auf fatale Weise zusammengespielt.

Schalten Körper bei Kälte ab - Bild/ai: J. Staud

Heaven's 27“-Klage

Die Familien der 25 Kinder und zwei Betreuer, die bei den Sturzfluten am 4. Juli im Camp Mystic ums Leben gekommen sind, haben mindestens vier Klagen gegen das Camp und seine Besitzer eingereicht. Sie werfen ihnen „grobe Fahrlässigkeit und rücksichtslose Missachtung der Sicherheitsbestimmungen“ und vor, so berichtet es der Sender Vox 7. Die Gruppierung bezeichnet sich selbst, in Gedanken an die verstorbenen Angehörigen, als Heaven's 27“.
 In der bislang größten Klage, die von sieben Familien der Opfer eingereicht worden ist, wird behauptet, das Camp habe „den Profit über die Sicherheit gestellt“, indem es Bedenken hinsichtlich der Platzierung seiner Hütten in einem Überschwemmungsgebiet zurückgewiesen habe, es versäumt habe, einen gesetzlich vorgeschriebenen Evakuierungsplan zu erstellen und Warnungen vor der drohenden Katastrophe ignoriert habe. Die Familien bezeichnen den Tod von 27 Campteilnehmern und Betreuern als „völlig vermeidbare Tragödie“. Sie fordern ein Geschworenengerichtsverfahren und Schadensersatz in Millionenhöhe. „Das Camp ist bereit, den Betrieb wieder aufzunehmen, aber diese Mädchen und ihre Eltern haben zunächst ein Recht auf Transparenz und Gerechtigkeit“, heißt es in der Klage. 
In einer Stellungnahme erklärt Camp Mystic: „Wir beten weiterhin für die trauernden Familien.“ Die Anwälte des Camps bezeichnen jedoch die Anschuldigungen als „kategorisch falsch“ und betonen, sie „beabsichtigen zu beweisen, dass diese plötzliche Flutwelle alle vorherigen Überschwemmungen bei Weitem übertroffen hat.“

Der letzte Penny …

Die US-Münzprägeanstalt in Philadelphia beendete am Mittwochnachmittag mit einem historischen Zeremonienprägevorgang die über 230-jährige Produktion von Ein-Cent-Münzen. Die letzte im Umlauf befindliche Penny-Münze wurde vom US-Finanzminister Brandon Beach geprägt, der auf eine frühere Anweisung von Präsident Trump verwies, die Produktion aufgrund steigender Kosten einzustellen. Die Entscheidung beruhte vor allem darauf, dass die Herstellung jedes Cents derzeit fast vier Cent kostet, ein Verlust, der der Regierung voraussichtlich jährlich rund 56 Millionen Dollar einsparen wird. Da schätzungsweise 300 Milliarden Pennys bereits im Umlauf sind, bleiben die Münzen weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel für alle Einkäufe und Bankeinzahlungen; die Regierung hat lediglich die Prägung neuer Münzen eingestellt.

Den Penny gibt es jetzt nur noch in alt - Foto: U. Weyermann

Töchter und Söhne Texas’ (3)

Don McLean hat ihm ein Lied gewidmet. „American Pie“, mit der Zeile „The Day the Music Died“. Das handelt von dem Tag, als die laute Musikwelt für einen Moment ein leiser geworden ist. Und zwar an dem Tag, an dem die Musiker Buddy Holly, Ritchie Valens und The Big Bopper bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind. Das ist am 3. Februar 1959 in Cerro Goro County in Iowa passiert.
Als Charles Hardin Holley wird Buddy am 7. September 1936 in Lubbock/Texas geboren. Später soll ihn die Stadt mit einer Buddy-Holly-Hall ehren, in der regelmäßig musikalische und andere Events stattfinden. Holly hat sich nicht nur als Sänger, sondern auch als Komponist einen Namen gemacht. Nachdem er 1955 den Open Act für Elvis Presley gespielt hat und auch dreimal mit Presley selbst auf der Bühne gewesen ist, hat es für ihn kein Halten mehr gegeben. Einer seiner größten Hits sollte „Peggy Sue“ werden, 1957 eingespielt. Holly hat auch mit Größen wie Bill Haley und Waylon Jennings zusammen die Bühne gerockt. Er sollte kommende Generationen von Musikern, wie Eric Clapton, die Beatles und die Rolling Stones inspirieren.

Buddy Holly - Foto: Wikiwall

Christliche Radio-Stimme für jeden Ort in Texas

Ein neues christliches Webradio-Projekt sorgt derzeit in Texas für Aufmerksamkeit: SFTI Radio, ein Dienst der gemeinnützigen Organisation „The Society for the Innocents, baut ein landesweites Netzwerk lokaler Online-Radiostreams auf. Ziel ist es, den Glauben hörbar zu machen, Gemeinden zu verbinden und die positiven Entwicklungen in den einzelnen Städten hervorzuheben. Jeder lokale Stream soll wöchentliche Predigten aus den Kirchen der Region, Nachrichten und Meldungen der örtlichen High-Schools sowie weitere inspirierende Beiträge ausstrahlen. Das Projekt richtet sich an Zuhörer, die auch unterwegs oder aus der Ferne mit ihrer Gemeinde verbunden bleiben möchten.

Entwicklungskoordinatoren gesucht

Um das Netzwerk weiter auszubauen, sucht SFTI Radio derzeit Regionale Stream-Entwicklungskoordinatoren in ganz Texas. Die Koordinatoren sollen vor Ort Kontakte zu Kirchen, Schulen und Sponsoren herstellen, die Audiobeiträge über das Online-Portal einpflegen und neue Streams aktiv betreuen. Die Tätigkeit ist flexibel, wird vergütet und umfasst die Erstattung notwendiger Reisekosten. Laut der Organisation ist das langfristige Ziel, „jedem Ort in Texas eine eigene christliche Radiostimme zu geben“, sodass auch kleine Gemeinden regelmäßige geistliche Impulse und lokale Nachrichten anbieten können.

Interessierte können sich unter [email protected] melden.

©The Society for the Innocents

Termine für Deutsche in Texas


19. November, 13 Uhr
Kaffeerunde
Herb and Earnie's
Copperas Cove

22. November, 13 Uhr
Deutscher Stammtisch in Houston
La Madeleine
5885 San Felipe
(findet jeden Samstag statt)

22. November, 15.30 Uhr
DFW
Kaffeeklatsch
303 Elm Street
Keller
Kontakt: Martina Bergmann-Rushing FB

2. Dezember, 17 Uhr
Abendrunde
Café Baklava
Killeen

30. November, 15 Uhr
Adventskaffee (bitte Weihnachtsgebäck mitbringen)
und Weihnachtslieder singen
Holy Family Catholic Church
Copperas Cove

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