48. Ausgabe

Sonn(en)tag

  1. Ausgabe , 5. April 2026

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

Ihnen und Ihren Lieben wünsche ich ein frohes Osterfest. An dieser Stelle war ein anderes Vorwort vorgesehen. Das ist aber mit anderen Artikeln der ersten Version des Newsletters spurlos verschwunden.

Jetzt erhalten die den Newsletter mit allen Artikeln. Für die erste unfertige Variante entschuldige ich mich vielmals.

Herzlichst

Ursula Weyermann

Me Cupla - Actually, the blame for the mistake is mine for not noticing that I was scheduling an earlier draft of the Sonnentag. - John
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Jahrestag

5. April 1951
Am 5. April 1951 werden Julius und Ethel Rosenberg in den USA wegen Spionage und Weitergabe von Atom-Geheimnissen zum Tode verurteilt. Diese Urteil erregt weltweit Aufsehen und wird trotz internationaler Proteste unter anderem von Albert Einstein, Pablo Picasso und Papst Pius XII. Am 20. Juni 1953 im New Yorker Gefängnis Sing Sing auf dem Elektrischen Stuhl vollstreckt.

Daten über Atombombe

Während der McCarthy-Ära, also einer Zeit des ausgeprägten Kommunistenhasses, werden die Rosenbergs wegen ihrer zentralen Rolle in einem Spionagering verurteilt, der während und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg geheime Daten über die Atombombe an die Sowjetunion weitergegeben hat. Ihre Beteiligung an der Spionage ist aufgefallen, als der britische Physiker Klaus Fuchs Anfang 1950 in Großbritannien verhaftet worden ist. Im Verhör hat Fuchs zugegeben, während seiner Arbeit am Manhattan-Projekt – dem streng geheimen US-Programm zum Bau einer Atombombe während des Zweiten Weltkriegs – geheime Dokumente gestohlen zu haben. Er belastete Harry Gold als Kurier, der die Dokumente an sowjetische Agenten überbracht hatte. Gold ist kurze Zeit darauf verhaftet worden und nun seinerseits David Greenglass verraten. Der wiederum seine Schwester und seinen Schwager, Ethel und Julius Rosenberg, beschuldigt hat. Julius ist im Juli und Ethel im August 1950 verhaftet worden. Nach einem kurzen Prozess im März 1951 werden die Rosenbergs der Verschwörung zur Spionage für schuldig befunden. Bei ihrer Urteilsverkündung im April bezeichnet Bundesrichter Irving R. Kaufman ihr Verbrechen als „schlimmer als Mord“ und erklärt: „Durch Ihren Verrat haben Sie zweifellos den Lauf der Geschichte zum Nachteil unseres Landes verändert.“ Er verurteilt sie zum Tode.

Politische Hysterie

Die Rosenbergs und ihre Anwälte beteuern weiterhin ihre Unschuld und argumentierten, sie seien „Opfer politischer Hysterie“. Hilfsorganisationen in den Vereinigten Staaten und weltweit bitten um Milde, insbesondere da die Rosenbergs Eltern zweier kleiner Kinder sind. Die Bitten um besondere Berücksichtigung werden ignoriert, und Julius und Ethel Rosenberg am 19. Juni 1953 hingerichtet. Die Rosenbergs sind Juden, der damals noch junge Richter Kaufman ebenso. Es wird vermutet, dass Kaufman, während einer Zeit, in der Juden nicht besonders beliebt gewesen sind, ein extra hartes Urteil gesprochen hat.

Beteiligung Ethels umstritten

Die Schuld von Julius Rosenberg gilt heute unter Historikern als erwiesen, während die direkte Beteiligung von Ethel Rosenberg nach wie vor umstritten ist und als politisch motiviertes Urteil gilt. David Greenglass, Ethels Bruder, kommt mit 15 Jahren Haft davon. Der Verdacht bleibt, dass er sich auf Kosten seiner Schwester “reingewaschen” hat. Die Rosenbergs haben zwei Söhne, Robert und Michael. Nach der Hinrichtung ihrer Eltern sind sie von dem New Yorker Ehepaar Anne und Abel Meeropol adoptiert worden. Zu ihrem Schutz nahmen die Kinder den Namen der Adoptiveltern an.

Wegen Spionage hingerichtet - Foto: Wikipedia

Nichts für Santa Anna hinterlassen

Die folgende Geschichte hat den „Jahrestag“ nur knapp verfehlt und möchte aber trotzdem erzählt werden: Wir schreiben das Jahr 1836 und die texanische Armee befindet sich auf dem Rückzug vor den vorrückenden mexikanischen Truppen Santa Annas. Nur wenige Wochen vorher ist der Alamo gefallen und auch das Massaker von Goliad hat bei den Bewohnern der Stadt San Felipe de Austin Angst und Schrecken ausgelöst. Eine enorme „Fluchtwelle“ startet. Siedler fliehen um ihr Leben. Damit der Feind nicht von von den Vorräten und Ressourcen San Felipes profitiert kann, wird der Befehl zur Zerstörung der Stadt erteilt. Während die Einwohner hastig ihre Habseligkeiten packen, wird praktisch jedes Gebäude in Brand gesteckt, viele von den Bewohnern selbst. Am Morgen des 30. März 1836 ist von San Felipe und Stephen F. Austins Traum von einer Hauptstadt von Texas nur noch eine rauchende Ruine übrig. William P. Huff, Kaufmann und Amateur-Naturforscher, ist Augenzeuge des Großbrandes. Er lebt auf Parzelle 87 und betreibt einen Laden auf Parzelle 536. Als Houstons sich zurückziehende Armee San Felipe erreicht, gehört Huffs Laden zu denjenigen, die die texanischen Truppen mit Lebensmitteln und Ausrüstung versorgen. Fast unmittelbar danach werden sowohl Huffs Haus als auch sein Laden vor seinen Augen zerstört. Einige Jahre später hält er seine Erinnerungen an den Brand der Stadt fest und erinnert sich: „Der Großbrand war schnell und verheerend.“ Auch Armee-Details gibt er bekannt: General Houston gab persönlich den Befehl an Captain Moseley Baker, und Baker gab den Befehl an seinen Leutnant Paschal P. Borden weiter. Captain Baker zündete sein eigenes Büro und Schlafzimmer an.“

San Felipe brennt - Bild/ai: J. Staud

Unterschiedliche Opfer-Wahrnehmung

Mit 18 bin ich Opfer einer versuchten Vergewaltigung geworden. Diese Info gebe ich Ihnen nur, um klarzustellen, dass mit dem Thema vertraut bin. Wenn Frau Fernandes tatsächlich so, wie fast überall nachzulesen, von ihrem Ex-Mann Christian Ulmen behandelt und gedemütigt worden ist, hat sie mein volles Mitgefühl. Frauen, ob prominent oder nicht, so zu hintergehen und zur Schau zu stellen, geht gar nicht.

Scham der Männer

Was für mich aber nicht nachvollziehbar ist, ist der Hype um Fernandes/Ulmen und das Totschweigen der täglichen sexuellen Übergriffe, Demütigen und Vergewaltigungen nicht prominenter Frauen durch nicht prominente Männer, überwiegend muslimischen Glaubens. Wenn sich jetzt (prominente) Männer in Bezug auf Frau Fernandes schämen, Mann zu sein, dann frage ich mich weswegen diese Scham die letzten Jahre geschwiegen hat. Oder geht es darum, dass man sich ammit muslimischen Männern eh nicht identifizieren kann und das aber nicht benennen darf?

Öffentliche Empörung

Da demonstrieren Frauen wie Neubauer und Kebekus und verlangen verschärfte Gesetze. Nach Gesetzen, welche die nicht bekannten Frauen schützen könnten, habe ich die aber nie rufen hören. Halt, war Neubauer nicht auch bei der "Wir sind die Töchter"-Demo der Privilegierten dabei? Die Töchter, deren Stadtbild völlig in Ordnung ist? Die Töchter, die niemals an einem dunklen Bahnhof auf einen verspäteten Zug warten müssen und von daher natürlich auch gar nicht wissen können, wer oder was sich da nachts so rumtreibt?
Ich habe den Namen Collien Fernandes in diesem Zusammenhang zum ersten Mal gehört. Und mittlerweile beschleicht mich ein ungutes Gefühl und ich muss an Amber Heard, Gina Lohfink und die ehemaligen Kachelmann-Freundin denken. Auch an die Geschichte von Gil Ofarim. Je größer die öffentliche Empörung ist, desto nachdenklicher werde ich.

Gesetz in der Schublade

Christian Ulmen ist mir nicht wirklich sympathisch, war er doch einer, der verbal über die Kollegen hergefallen ist, die sich mit der Alles-dicht-machen-Aktion während der Corona-Zeit für Meinungsfreiheit und Eigenverantwortung eingesetzt haben. Aber es geht nicht um meine Sympathien, sondern um eine gnadenlose Vorverurteilung durch die Presse und den dubiosen „Zufall“, dass Gesetze zum Fall Fernandes bereits fertig in der Schublade lagen.

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Zur Erinnerung an MLK

Dieser „Sonn(en)tag“ ist voll von (Fast-)Jahrestagen. Gestern jährte sich die Ermordung des Menschenrechts-Aktivisten und Baptisten-Predigers Dr. Martin Luther King Jr.: Am 4. April 1968, kurz nach 18 Uhr, wird Martin Luther King Jr. auf dem Balkon seines Zimmers im Lorraine Motel in Memphis tödlich getroffen. Er ist dort, um einen Streik der Müllarbeiter zu unterstützen, und befindet sich auf dem Weg zum Abendessen, als ihn eine Kugel in den Kiefer trifft und sein Rückenmark durchtrennt. King wird nach seiner Einlieferung in ein Krankenhaus in Memphis für tot erklärt. Er wird nur 39 Jahre alt.
In den Monaten vor seiner Ermordung hat er sich Martin intensiv mit dem Problem der wirtschaftlichen Ungleichheit in Amerika beschäftigt. Er hat die „Poor People’s Campaign“, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Unter anderem mit einem Marsch nach Washington. Am 3. April hält King in Memphis seine letzte Predigt: „Uns liegen schwere Tage bevor. Aber das spielt für mich jetzt keine Rolle mehr, denn ich war auf dem Gipfel … Und er hat mir erlaubt, hinaufzugehen. Und ich habe hinüber geschaut und das Gelobte Land gesehen. Ich werde es vielleicht nicht mehr mit euch erreichen. Aber ich möchte, dass ihr heute Abend wisst: Wir als Volk werden das Gelobte Land erreichen.“ Einen Tag später wird er von einem Scharfschützen erschossen. Als sich die Nachricht von dem Attentat verbreitet, brechen in Städten in den gesamten Vereinigten Staaten Unruhen aus, und Nationalgardisten werden in Memphis und Washington D.C. eingesetzt. Am 9. April wird MLK in seiner Heimatstadt Atlanta, Georgia, beigesetzt. Zehntausende Menschen säumen die Straßen, um King die letzte Ehre zu erweisen.

Remington-Jagdgewehr

Am Abend seiner Ermordung finden FBI-Mitarbeiter, die ständig in seiner Nähe gewesen sind, ein Remington-Jagdgewehr Kaliber 30-06 auf dem Bürgersteig neben einem Gästehaus, gefunden, nur einen Block vom Lorraine Motel entfernt. In den folgenden Wochen führen das Gewehr, Zeugenaussagen und Fingerabdrücke an der Waffe zu einem einzigen Verdächtigen: dem flüchtigen Häftling James Earl Ray. Der Kleinkriminelle ist im April 1967 aus einem Gefängnis in Missouri ausgebrochen, in dem er eine Haftstrafe wegen eines Raubüberfalls verbüßen sollte. Im Mai 1968 beginnt eine großangelegte Fahndung nach Ray. Der hat sich einen falschen kanadischen Pass beschafft und wird am 8. Juni von Scotland Yard auf einem Londoner Flughafen verhaftet. Er wollte über Belgien nach Rhodesien (heute: Simbabwe) reisen, wo derzeit eine repressive und international verurteilte weiße Minderheitsregierung das Sagen gehabt hat. Nach seiner Auslieferung in die Vereinigten Staaten bekennt sich Ray im März 1969 des Mordes an King schuldig, um der Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl zu entgehen. Er wird zu 99 Jahren Haft verurteilt.

Deutscher Reformator

MLK ist als Michael King Junior geboren worden. Sein Vater, Michael King Sen., nimmt 1934 am Weltkongress der Baptisten in Berlin teil und begegnet dort Spuren des deutschen Reformators Martin Luther. Er setzt sich intensiv mit dessen Leben und Werk auseinander und ändert seinen und den Namen seines Sohnes in Martin Luther King.

Martin Luther Kings letzte Rede:
https://www.youtube.com/watch?v=e49VEpWg61MText

Wurde von einem Rassisten erschossen - Bild/ai: J. Staud

Töchter und Söhne Texas’ (13)

Zu den berühmtesten noch lebenden texanischen Persönlichkeiten zählt mit Sicherheit Willie Nelson. Eine Country-Legende, bekannt für einzigartige Beiträge zum Genre und seine Rolle in der Outlaw-Bewegung. Geboren am 29. April 1933 in Abbott, Texas, kommt der kleine Willie schon früh durch seine Großeltern mit Musik in Berührung. Opa und Oma fördern sein Talent. Er tritt schon in jungen Jahren auf und zieht schließlich nach Nashville, dem absoluten Muss für Country-Fans. Hier startet er mit dem Songwriting, schreibt Hits für andere Künstler und kämpft gleichzeitig darum, seinen eigenen Stil in der Musikindustrie zu finden. Sein Durchbruch gelingt ihm Anfang der 1970er-Jahre nach seinem Umzug nach Austin. Sein persönlichen Stil hat er längst gefunden.

Hall of Fame

Nelsons Musik zeichnet sich durch seine jazz-beeinflusste Phrasierung, sein einfallsreiches Gitarrenspiel und ein vielseitiges Repertoire aus, das die Grenzen traditioneller Country-Musik sprengt. Mit wegweisenden Alben wie „Red Headed Stranger“ und „Stardust“, die sein Talent zur Verschmelzung verschiedener Musikstile unter Beweis stellten, erlangt er breite Anerkennung. Neben seiner Musikkarriere engagiert er sich sozial, unter anderem als Mitbegründer von Farm Aid zur Unterstützung amerikanischer Landwirte und durch aktives Engagement für Themen wie Umweltschutz und die Legalisierung von Cannabis. Über Jahrzehnte hinweg wird Nelson mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter mehrere Grammy Awards und die Aufnahme in renommierte Musik-Hall-of-Fame. Selbst mit über neunzig Jahren nimmt er weiterhin Alben auf, tourt und pflegt den Kontakt zu seinen Fans, wodurch er seinen Status als eine der beständigsten und beliebtesten Persönlichkeiten der Country-Musikgeschichte festigt.

Highwaymen

Willie Nelson ist der letzte Überlebende der legendären Highwaymen, einer Country-Band, bestehend aus Johnny Cash, Waylon Jennings, Kris Kristofferson und eben Nelson. Er ist das Oberhaupt einer großen Patchworkfamilie, bestehend aus fünf Töchtern, Lana (72), Susie (69), Paula (56) und Amy (52) sowie die verstorbene Renee Butts, und drei Söhnen, Lukas (37), Micah (35) und Billy, der 1991 gestorben ist. Mit den Söhnen Lukas und Micah tritt er regelmäßig zusammen auf.

Willie Nelson zum Reinhören:
https://www.youtube.com/watch?v=Li9ksSkzVTs
https://www.youtube.com/watch?v=aFkcAH-m9W0&list=RDaFkcAH-m9W0&start_radio=1

Erfolgreiches Album von 1982 - Foto: CBS

Auferstehung un Oserhase

Wussten Sie schon, dass der Gründonnerstag nichts mit der Farbe „Grün“ zu tun hat und dass der Osterhase aber irgendwie mit Jesus zu tun hat? Palmsonntag ist der Sonntag vor Ostern. Mit ihm beginnt die Karwoche. Das Neue Testament berichtet, dass Jesus Christus an diesem Tag auf einem Esel in Jerusalem einritt. Die Bevölkerung, die in ihm den erwarteten Messias (Gesalbten) sah, begrüßte ihn jubelnd und legte Kleidung, Palm- und Ölbaumzweige auf die Straße, gewissermaßen als „roten Teppich“ für Jesus.

Greinen und wehklagen

Der Gründonnerstag erinnert an das Abendmahl, das Jesus am Vorabend seines Todes mit seinen zwölf Jüngern gefeiert hat. Auf dieses Ereignis geht das Heilige Abendmahl zurück, das in der Kirche begangen wird. Leornado da Vinci hat das Abendmahl Jesu in seinem berühmten Fresko im Mailänder Dominikanerkloster Santa Maria delle Grazie dargestellt. Am Gründonnerstag wird noch weiterer Ereignisse gedacht: Jesus wusch seinen Jüngern die Füße und zeigte ihnen so, dass er ihnen diente. Später am Abend, im Garten Gethsemane, fiel er seinen Verfolgern in die Hände, weil sein Jünger Judas ihn für 30 Silberlinge und durch einen Kuss, den Judaskuss, verraten hatte. Außerdem endet am Gründonnerstag die Fastenzeit. Der Ursprung des Namens Gründonnerstag ist nicht eindeutig geklärt. Vermutlich geht er auf die alt- und mittelhochdeutschen Wörter „grunen“ und „grinan“ zurückgehen, die „greinen“, „wehklagen“ oder „weinen“ bedeuten. Die Vorsilbe „Kar“ leitet sich aus dem althochdeutschen Wort „kara“ ab, das so viel wie Klage, Elend oder Trauer bedeutet. An diesem Tag wurde Jesus dem römischen Statthalter in Judäa, Pontius Pilatus, gegenübergestellt, zum Tode verurteilt und - von seinen Folterknechten verhöhnt und mit einer Dornenkrone „bekrönt“ - auf dem Hügel Golgatha an das Kreuz genagelt. Die Hinrichtungsform der Kreuzigung war in der Antike sehr verbreitet und entsprach römischem Recht. Laut den Evangelien starben auch andere zum Tode Verurteilte denselben Tod wie Jesus.

Osterkerzen

Die 15. Stunde des Tages gilt als seine Todesstunde, daher werden am Karfreitag um 15 Uhr Gottesdienste abgehalten. Der Karsamstag, auch Ostersamstag genannt, ist der Tag der Grabesruhe. In der Regel finden keine Gottesdienst statt und die Altäre in den Kirchen sind frei von Kerzen und Blumen. In der Nacht zum Sonntag jedoch wird die Osternacht gefeiert. Osterkerzen bringen wieder Licht in die zuvor dunklen Kirchen. Am Ostersonntag feiern Christen die Auferstehung Jesu und den Sieg des Lebens über den Tod. Nach dem Matthäus-Evangelium kamen Maria Magdalena und je nach Überlieferung zwei oder auch drei weitere Frauen zum Grab Jesu, als ein Engel den Stein, mit dem das Grab verschlossen war, zur Seite wälzte. Der Engel verkündete, dass Jesus nicht hier, sondern auferstanden sei. Als die Frauen sich auf den Weg machten, um den Jüngern davon zu berichten, begegneten sie Jesus, der zu ihnen sprach. Laut Lukas-Evangelium trafen am Ostermontag auch zwei der Jünger auf Jesus. Sie hatten bis dahin an seiner Auferstehung gezweifelt, verbreiteten die Nachricht nun aber mit Freude. Da die Auferstehung Jesu den Glauben an ein Leben nach dem Tod begründet, ist Ostern ist das höchste Fest der Christen und das zentrale Ereignis der christlichen Religion.

Byzantinisches Reich

Und jetzt zum Osterhasen: Der stammt vermutlich aus dem protestantischen Süddeutschland des 17. Jahrhunderts. Er wurde erstmals 1682 von Georg Franck von Franckenau erwähnt. Als Symbol für Fruchtbarkeit, neues Leben und Frühling passt er ideal zum Osterfest. Zudem brachten früher je nach Region auch Fuchs, Hahn oder Storch die Eier. Der Hase setzte sich jedoch durch, da er durch seine Population und die Verbindung zum Frühlingsanfang besonders passend erschien. Eine wichtige Rolle spielte auch die frühe Süßwarenindustrie in Deutschland, die den Osterhasen populär machte. Landläufig versteckt der Osterhase die Ostereier. In der Bibel sucht man ihn vergebens. Dabei hat er durchaus eine kirchliche Bedeutung: Im Byzantinischen Reich, einer Wiege der christlichen Kirche, symbolisierte der Hase Jesus Christus.

Das leere Grab als Oster-Symbol - Bild/ai: J. Staud

Termine für Deutsche in Texas


8. Juli, 17.30 Uhr
Abendessen
Restaurant Yang Sing
1705 E Central Express Highway
Killeen

10. Juli, 13 Uhr
Liederkranz
Restaurant Brick Oven
12093 US-190
Kempner

12. Juli, 13 Uhr
Deutscher Stammtisch in Houston
La Madeleine
5885 San Felipe
(findet jeden Samstag statt)

16. Juli, 13 Uhr
Kaffeerunde Central
Herb & Ernie's
Copperas Cove

(oben klicken oder unten scannen)