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52. Ausgabe
Sonn(en)tag
Ausgabe , 2. August 2025
Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser,
die heutige Ausgabe hat weniger Artikel, die sind aber dafür etwas kürzer. Nennen wir das einfach „Ferien-Ausgabe“. Die gängigen Rubriken wie Jahrestag, Porträt und Töchter und Söhne Texas habe ich bedient. Rechercheaufwändige Geschichten sind wieder für die nächste Ausgabe vorgesehen. Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Spaß beim Lesen und wünsche Ihnen und Ihren Lieben einen wunderschönen Sonn(en)tag.
Herzlichst
Ursula Weyermann
[email protected]
Jahrestag
2. August 1939
Der Einstein-Szilárd-Brief vom 2. August 1939 war ein von Leo Szilárd verfasstes und von Albert Einstein unterzeichnetes Schreiben an US-Präsident Franklin D. Roosevelt in dem sie diesen auf die Konsequenzen der kurz zuvor in Nazi-Deutschland erfolgten Entdeckung der Kernspaltung hinwiesen, insbesondere auf den möglichen Bau von Atombomben. Szilárd warnte Roosevelt in Absprache mit seinen ungarischen Physikerkollegen Edward Teller und Eugene Wigner davor, dass deutsche Wissenschaftler solche Bomben entwickeln könnten – was sie im Uranprojekt tatsächlich versuchten – und schlug vor, dass die Vereinigten Staaten ein eigenes Atomforschungsprogramm starten sollten. Der Brief veranlasste Roosevelt zum Handeln. Die USA entwickelten im Rahmen des Manhattan-Projekts die ersten Kernwaffen, die genau sechs Jahre nach Unterzeichnung des Briefs Hiroshima und Nagasaki zerstörten.

Albert Einstein und Leo Szilárd - Foto: Atomic Heritage Foundation
Umzug nach Texas … für den Vater

Fühlt sich wohl in Texas - Foto: Privat

Jimmie und Jennifer sind ein gutes Team - Foto: Privat
Es gibt unterschiedliche Gründe, die Deutsche nach Texas gebracht haben. Oft ist es die Liebe zu einem US-Militärangehörigen. Manchmal ist es der Wunsch, eine Geschäftsidee umzusetzen. Bei Jennifer Garnand ist es der Vater gewesen. Der ist an Krebs erkrankt und hat ihre Unterstützung gebraucht. Jimmie ist in Deutschland stationiert gewesen. In Augsburg. Da ist Jennifer geboren und aufgewachsen. Jetzt leben die beiden zusammen mit Jennifers Sohn Antoine in Wichita Falls. Davor haben sie in Odessa gelebt. Und davor in Florida. 2013 hat Jennifer Deutschland verlassen. Den Schritt bereut hat sie nicht. „Es ist mir schwergefallen, von meiner Familie wegzugehen, aber nicht aus Deutschland“, blickt die 45-Jährige zurück.
VA Care Giver
Hier in Texas kümmert sie sich in Vollzeit um ihren Vater. Das VA bezahlt sie als Care Giver. Der Vater hat am Militäreinsatz Desert Storm im Irak teilgenommen. Durch diesen Einsatz, der posttraumatische Belastungsstörung verursacht hat, stehen ihm auch besondere Hilfsmaßnahmen zu. Dazu gehört eine Therapie mit Pferden einmal pro Woche. Also muss sich jetzt auch Jennifer an den Umgang mit Pferden gewöhnen. „Das ist was ganz Neues, aber ich finde das toll.“
Da das Kümmern um den Vater ein Full-Time-Job ist, finden auch Hobbys rund um das Haus statt. Über Malen und Nähen ist sie schließlich zum Holz gekommen. „Angefangen habe ich mit Bilderrahmen. Mittlerweile repariere ich alles, was aus Holz ist. In Odessa hat hier dafür ein eigener Werkraum zur Verfügung gestanden, den sie heute vermisst.
Sommerhitze und Wetterumschwünge
In Deutschland hat sie als Altenpflegerin gearbeitet, mit Schwerpunkt Geronto-Psychiatrie. „Netto hab ich da gerade mal 1000 Euro mit nach Hause gebracht“, sagt Jennifer. In Texas seien die Verdienstmöglichkeiten besser. Das Klima macht ihr manchmal zu schaffen. Die Sommerhitze und die Wetterumschwünge. Die Hagel-Stürme. Einer hat ihr Auto komplett zerstört. Einige Dinge aus Deutschland vermisst schon. Die Biergärten, die Badeseen und das Fahrradfahren. „In Wichita Falls gibt es zwar gute Fahrradwege durch den jährlichen Fahrrad-Marathon. Aber es ist meisten zu heiß“, bedauert sie. Das deutsche Essen, das sie vermisst, kocht sie mittlerweile in Perfektion selbst.
Angeln
Sie ist zweisprachig aufgewachsen, aber ihr Vater kennt nur wenige deutsche Wörter. „Sein Lieblingswort ist genau“, lacht Jennifer.
„Meinem Vater geht es zur Zeit ganz gut“, erzählt sie. „Er hat gerade eine Runde Chemo-Therapie abgeschlossen. Vor sechs Jahren hieß es, er habe nur acht Monate zu leben.“
Mittlerweile gibt es noch ein neues Hobby in ihrem Leben. Angeln. „Ich hab zwar noch keinen einzigen Fisch gefangen, aber ich gehe gerne einmal in der Woche zum Angeln.

Jennifer mit Sohn Antoine - Foto: Privat
Blick nach Deutschland …
Was ist da los in Deutschland? Eigentlich hatte ich die zahlreichen Aspekte der Spahn-Leihmutterschaft für einen Kommentar vorgesehen. Aber dann haben mich die Ereignisse rund um den Christopher-Street-Day in Berlin überrollt. Bei dem Angriff durch einen Islamisten, ist eine Person zu Tode gekommen und und mehrere Menschen sind verletzt worden. Das ist tragisch. Ohne wenn und aber.
Bemerkenswert ist jedoch die Wertigkeit der Opfer in der Wahrnehmung der Politik. Täglich gibt es in Deutschland Messerstechereien und Vergewaltigungen, hauptsächlich durch Islamisten. Wer das nicht glauben will, dem seien Polizeistatistiken der vergangenen zehn Jahre ans Herz gelegt. Bitte auch gerne vergleichen mit den den Zahlen vor 2015. Oft genug überleben auch Menschen die Messerattacken nicht. Dann sind die Äußerungen aus der Politik, so es denn tatsächlich welche gibt, eher verhalten. Jetzt hat es auf dem CSD eine Tote gegeben, eine 65-jährige Frau aus Polen. Die Republik steht Kopf und veranstaltet eine Mahnwache nach der anderen und es werden zahlreiche Demos organisiert, die richten sich aber nicht gegen islamistische Gewalt oder fordern eine sofortige Abschiebung von Straftätern mit Duldungs-Status, sondern sind „gegen rechts“ und etliche fordern ein AfD-Verbot.
Täter als Putin-Troll
An der Stelle bin ich raus. Jeder Gewalttote ist ein Toter zu viel. Seine sexuelle Orientierung interssiert mich dabei überhaupt nicht. Aber wie kann mach nach einem AfD-Verbot verlangen, wenn der Täter eine Islamist ist? Im woken Verschwörungsmillieu versucht man bereits eine Verbindung nach Russland zu schaffen und aus dem toten Täter (wie praktisch, dass er tot ist) Abdul B. einen Putin-Troll zu machen. Die Linken-Politikerin Didem Aydurmus begründet ihrer Forderung nach einem AfD-Verbot mit „Vor der AfD hatten wir son Scheiss eigentlich nicht.“ Das hat sie gut erkannt, aber wenn es um die Zusammenhänge geht, scheint sie Schwierigkeiten beim Denken zu haben. Die AfD ist 2013 gegründet worden, erstarkte aber erst durch die ungebremste Massen-Migration seit 2015. Je mehr islamistische Gewalttaten, desto mehr Zuwachs bei der AfD.
Es bleibt zu hoffen, dass sich die Politik endlich islamistischer Gewalt auseinandersetzt und handelt. Die letzten Jahre haben eindeutig gezeigt, dass eine Demo gegen rechts kein probates Mittel gegen islamistische Gewalt ist.

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Töchter und Söhne Texas’ (17)
Wer auch nur am Rande mit dem Thema Computer beschäftigt ist, kommt an dem Namen Dell nicht vorbei. Am 23. Februar 1965 in Houston geboren, ist Michael Dell ein waschechter Texaner. Und er ist der Gründer, Chairman und CEO von Dell Technologies. Er hat die Computerindustrie durch den Direktverkauf maßgeschneiderter PCs revolutioniert. Gestartet hat er das Unternehmen 1984 im Alter von 19 Jahren mit einem Startkapital von 1.000 US-Dollar aus seinem Wohnheim an der University of Texas. Besonders ist das Direktvertriebsmodell, wodurch er er Zwischenhändler umgeht und so Computer günstiger und exakt nach Kundenwünschen anbieten kann. Er hat das Unternehmen über Jahrzehnte geführt und die globale IT-Infrastruktur maßgeblich geprägt.
Ebenso berühmt ist die Stiftung, die Philanthrop Dell gemeinsam mit seiner Frau gegründet hat. Die „Michael and Susan Dell Foundation“ steht für Förderung von Bildung, Gesundheit und Armutsbekämpfung bei Kindern.

Susan und Michael Dell - Foto: Dell Foundation
Texas punktet an beiden Enden
In einer diese Woche veröffentlichten Studie von SmartAsset wurde Plano als zweitsicherste Stadt Amerikas und Houston als zweitunsicherste eingestuft. Die Studie bewertete die 83 größten Städte der USA anhand von Gewaltverbrechen, Eigentumsdelikten, Verkehrstoten und Katastrophenrisiko. Zwölf Städte aus Texas schafften es auf die Liste; Texas ist der einzige Bundesstaat mit Städten an beiden Enden der Liste. Plano verzeichnete eine Gewaltkriminalitätsrate von 1,5 pro 1.00 Einwohnern, während Laredo an sechster Stelle stand und damit die einzige andere texanische Stadt unter den Top 10 war. Houston verzeichnete 11,5 Gewaltverbrechen pro 1.000 Einwohner und ein „sehr hohes“ Katastrophenrisiko. Andernorts belegte Fort Worth den 22. Platz, Austin den 26., San Antonio den 54. und Dallas den 73. Platz. Virginia Beach, Virginia, erreichte den ersten Platz in der Gesamtwertung, während Memphis, Tennessee, den letzten Platz belegte.

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Zieht Demokrat in den Senat ein?
Eine neue Umfrage von Fox News unter registrierten Wählern in Texas zeigt, dass der Demokrat James Talarico im Rennen um den US-Senat mit 51 Prozent vor dem Republikaner Ken Paxton mit 48 Prozent liegt. Der Drei-Punkte-Vorsprung liegt innerhalb der Fehlermarge. Es ist die zweite Umfrage innerhalb einer Woche, die Talarico vorne sieht, nachdem ihn Texas Public Opinion Research mit 45 zu 40 Prozent geführt hatte. Talarico erhält 68 Prozent der Stimmen von Unabhängigen und 98 Prozent der Demokraten, während 89 Prozent der Republikaner Paxton unterstützen. Etwa jeder vierte Republikaner, der nicht der MAGA-Bewegung angehört, gab an, für Talarico zu stimmen. Fast vier von zehn Wählern nannten die Inflation als wichtigstes Thema bei ihrer Senatswahl, zwei von zehn die Einwanderung. Texas hat seit 1988 keinen Demokraten mehr in den Senat entsandt.
Termine für Deutsche in Texas
4. August, 17.30 Uhr
Abendrunde
Café Baklava
Killeen
8. August, 13 Uhr
Deutscher Stammtisch in Houston
La Madeleine
5885 San Felipe
(findet jeden Samstag statt)
13. August, 13 Uhr
Liederkranz
Restaurant Brick Oven
12093 US-190
Kempner
15. August, 13 Uhr
Stammtisch
Restaurant Edelweiß
Harker Heights
19. August, 13 Uhr
Kaffeerunde Central
Herb & Ernie's
Copperas Cove
29. August, 13 Uhr
Stammtisch
Restaurant Edelweiß
Harker Heights
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